Im Unterricht wird immer wieder die Tafel benutzt, ob von Schülerinnen und Schülern oder Lehrern. Ein Vorteil der Digitalisierung ist sicherlich, dass man SuS die Tafelbilder problemlos zur Verfügung stellen kann, indem man diese mit dem Smartphone abfotografiert und z.B. über Moodle zugänglich macht oder über Twitter…

Will man das Tafelbild direkt mit Hilfe des Computers und einer digitalen Tafel erstellen, gibt es unterschiedliche White-Board-Software, die zu den verschiedenen Hardware-Systemen gehört. Prinzipiell arbeiten diese mehr oder weniger gut mit den Softwareangeboten zusammen. Momentan sind die bekanntesten Systeme von interaktiven Tafeln (über Kommentare, Ergänzungen und Tipps diesbezüglich unten auf dieser Seite freue ich mich):

Meine bevorzugte Variante ist allerdings die Nutzung des iPads zur Erstellung von Tafelbildern. Hier ein einfaches Tafelbild, das mit Hilfe von Explain Everything erstellt wurde:

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Welche Software gibt es?

Zunächst muss man wissen, dass die verschiedenen Firmen ihre Software in der Regel nur für ihre eigenen interaktiven Tafeln lizensieren. Allerdings ist trotzdem häufig auch eine andere Nutzung möglich. Wer rechtlich sicher agieren möchte, dem sei die absolut kostenlose, nicht-kommerzielle Software OpenSankoré empfohlen.

Alle im folgenden genannten Tafel-Programme verfügen über die folgenden Grundfunktionen:

  • Text mit Stift oder Finger schreiben,
  • Schreiben mit der Tastatur,
  • Zeichnen geometrischer Formen,
  • Seiten speichern und öffnen,
    (d.h. Vorbereitung von Inhalten zu Hause und öffnen im Klassenraum),
  • Mehrere Seiten nacheinander anlegen,
  • Externe Objekte einfügen (Bilder, Texte etc.),
  • Objekte vergrößern, verkleinern, verschieben.
  • etc.

1. Smart Notebook 11

Eines der bekanntesten Boards ist das Smartboards. Bis vor einigen Jahren gab es kostenlos Software, Notebook, dazu. Allerdings hat sich bei Smarts Notebooksoftware leider die Lizenzpolitik geändert, was schon von verschiedenen Lehrer-Kollegen zurecht kritisiert worden ist. Daher benutzen wir im Medienzentrum immer noch die ältere Version, Notebook 11, obwohl sich auf der Smartseite auch das kostenpflichtige Notebook 16 herunterladen lässt. Eine Anleitung zur Nutzung der (für Boardbesitzer kostenlosen) Version Notebook 11 findet sich hier. Diese Software-Version lässt sich ebenfalls noch auf der Smart-Seite herunterladen (allerdings muss man schon genau hinsehen; hier wird – auf englisch – erklärt, wie es geht.)

2. Promethan ActiveInspire & Class Flow (online)

Vergleichbar aus dem Haus Promethan ist die Software Active Inspire. Diese wird hier kurz vorgestellt:

Eine Weiterentwicklung und im Hinblick auf die steigende Online-Nutzung von Materialien, ist Class Flow von Promethan, das mit etwas Aufwand – inwieweit das datenschutzrechtlich bedenkenlos funktioniert, kann ich nicht beurteilen – auch von Schülerinnen und Schülern benutzt werden kann. Diese Software stellt neben der Whiteboard-Funktion „Instant Whiteboard“ viele weitere interaktive und kollaborative Möglichkeiten zur Verfügung.

Eine Übersicht über die Möglichkeiten des Instant Whiteboards findet sich hier:

3. OpenSankoré – kostenlos, open source und empfehlenswert

Open-Sankoré ist eine freie (Open-Source) Software für interaktive Whiteboards, die mit fast allen erhältlichen digitalen Tafeln und Beamern und den dazugehörigen Fernbedienungen, sowie mit Tablets kompatibel ist. Für Schulen, die verschiedene interaktive Tafeln, Beamer oder Displays haben, eine gute Lösung, damit sich Unterrichtende nicht immer wieder an ein neues System gewöhnen müssen.


Außerdem ist die Software kostenlos und frei verfügbar. Man muss sich über rechtliche Probleme als keine Gedanken machen.

4. Das iPad als Tafel-Ersatz

Ich persönlich benutze seit einiger Zeit meist das Tablet als Tafelersatz. Dazu benötige ich tatsächlich nur einen Beamer und die Verbindung zum Tablet. Vorteile: normale Schreibposition, d.h. bei mir auch schönere Arbeitsergebnisse, speicherbar, löschbar, wiederverwendbar, auch SuS können Ergebnisse präsentieren, …

Nachteil (z.B. in der Grundschule): Die SuS können nicht beim Schreiben zuschauen!

Bei Tablets als Tafelersatz ergeben sich aus meiner Sicht auch weitere Vorteile, die ich in einem älteren Blogbeitrag „Wer braucht noch interaktive Tafeln“ bereits ausführlich dargestellt habe.

In letzter Zeit benutze ich aber zur Gestaltung von Tafelbildern auch weitere Apps:

  • GoodNotes – mit dem sich zugleich alle in der Schule verwendeten Texte von der Folie bis zum Arbeitsblatt verwalten und bearbeiten lassen
  • Sketches Pro – mit dem sich auch anspruchsvollere (Tafel-) Bilder gestalten lassen.

Für Lehrer halte ich momentan die Nutzung eines iPad Pros mit dem entsprechenden Stift für sinnvoll! Allerdings habe ich auch schon Microsofts One-Note ausprobiert.

Kurt Söser zeigt auf seiner Seite, wie man mit One-Note und einem Stift ganz ähnlich Tafelbilder erstellen kann.

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Ein Kommentar zu „Interaktive Tafelsoftware: Notebook, Classflow und das Tablet…

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