Allgemein sind im „Referenzrahmen Schulqualität NRW Qualitätsaussagen mit dem Ziel zusammengestellt, allen an Schule Beteiligten transparent zu machen, was unter guter Schule und qualitätsvollem Unterricht verstanden werden kann.“

In diesem Blogbeitrag habe ich die Aussagen, die sich explizit auf Ziele im Bereich der digitalen Bildung beziehen, isoliert dargestellt. Es gibt vier Themenbereiche:

  • Ziele für den Unterricht
  • Ziele für die Schule
  • Ziele für Lehrkräfte
  • Ziele für die Schulleitung

Ziele für den Unterricht

Ergebnis- und Standardorientierung

  • [ ] Die schulinternen Lehrpläne beinhalten grundlegende didaktisch-methodische Vereinbarungen u. a. in Bezug auf das Lernen mit digitalen Medien, Inklusion sowie auf die Förderung der Sprachkompetenz. (2.1.3, A6)

Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität

  • [ ] Der Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler spiegelt sich auch in der Thematisierung von digitalen Werkzeugen und Medieninhalten wider, die in deren Alltagsleben eine bedeutende Rolle spielen.(2.4.1, A12)

Kognitive Aktivierung

  • [ ] Schülerinnen und Schüler fühlen sich durch herausfordernde Inhalte, motivierende und aktivierende Medien, Methoden und Lernarrangements angesprochen. (2.5.2, A2)

Lern- und Bildungsangebot der Schule

  • [ ] Kooperationen und Vernetzungen ermöglichen den Schülerinnen und Schülern weitergehende Lern- und Erfahrungsangebote (z. B. Schüleraustausch, Wettbewerbe, Netzwerkarbeit, Betriebserkundungen, internationale Kontakte). Dazu werden zunehmend auch die Möglichkeiten der digitalen Kooperation und Vernetzung genutzt. (2.6.2, A6)
  • [ ] Den Schülerinnen und Schülern wird der Erwerb von Zusatzqualifikationen wie z. B. … Ausbildung … zu Medienscouts ermöglicht. (2.6.2, A7)

Leistungsüberprüfung

  • [ ] Verfahren des Lernmonitorings werden durch erweiterte digitale bzw. technologiegestützte Möglichkeiten ergänzt und Bewertungsverfahren zukunftsfähig weiterentwickelt. (2.7.2, A4)

Feedback und Beratung

  • [ ] Feedbackprozesse werden, wo sinnvoll und passend, auch unter Einbezug digitaler Feedback-tools dokumentiert. (2.8.1, A2)

Lernen und Lehren im digitalen Wandel

Die Schule hat ein schulisches Medienkonzept auf der Grundlage des Medienkompetenzrahmens NRW bzw. der Vorgaben zu digitalen Schlüsselkompetenzen im Berufskolleg sowie weiterer darauf aufbauender Konzepte. (2.10.1)

  • [ ] Das schulische Medienkonzept berücksichtigt die schulprogrammatischen Grundsätze und Zielsetzungen. (2.10.1, A1)
  • [ ] Das schulische Medienkonzept enthält Maßnahmen der Medienkompetenzförderung systematisch fachlich integriert als auch in überfachlichen Kontexten.(2.10.1, A2)
  • [ ] Das schulische Medienkonzept berücksichtigt, dass verschiedene digitale und nicht-digitale Medien funktional zur Förderung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen eingesetzt werden; die Potenziale digitaler Medien werden systematisch genutzt.(2.10.1, A3)
  • [ ] Das schulische Medienkonzept sieht vor, dass bei der Auswahl von digitalen und nicht digitalen Medien und der Gestaltung der Lernumgebung unterschiedliche Bedarfe (z. B. auf Grund von Sinnesbehinderungen) berücksichtigt werden.(2.10.1, A4)
  • [ ] Das schulische Medienkonzept berücksichtigt Aussagen z. B. zur schulischen IT-Ausstattung und zum technischen und pädagogischen IT-Support. (2.10.1, A5)
  • [ ] Das schulische Medienkonzept bezieht die Fortbildungsplanung und Professionalisierung der Lehrkräfte systematisch mit ein. (2.10.1, A6)
  • [ ] Das schulische Medienkonzept als Instrument der Schulentwicklung bezieht die auf die Anforderungen und Rahmenbedingungen der Schule abgestimmte Prozessplanung sowie die Evaluation von Zielsetzungen und die Weiterentwicklung des schulischen Medienkonzeptes systematisch mit ein. (2.10.1, A7)

Die Potenziale digitaler Medien zur Unterstützung von Lehr- und Lernprozessen werden reflektiert eingesetzt und lernförderlich genutzt (2.10.2)

  • [ ] Digitale Lehr- und Lernangebote werden in allen Fächern bzw. beruflichen Fachrichtungen gemäß dem Medienkompetenzrahmen NRW bzw. der Vorgaben zu digitalen Schlüssel kompetenzen im Berufskolleg sowie weiterer darauf aufbauender Konzepte planvoll, lernförderlich und schülerorientiert genutzt. (2.10.2, A1)
  • [ ] Digitale Medien werden zur Unterstützung und Förderung von fachlichen und überfachlichen Lernprozessen und Lernergebnissen eingesetzt. (2.10.2, A2)
  • [ ] Die Nutzung digitaler Medien unterstützt die Förderung der Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, wie sie im Medienkompetenzrahmen NRW bzw. den Vorgaben zu digitalen Schlüsselkompetenzen im Berufskolleg sowie weiteren darauf aufbauenden Konzepten festgeschrieben sind. (2.10.2, A3)
  • [ ] Das Lernen mit digitalen Medien findet auch in außerunterrichtlichen Lehr- und Lernprozessen sowie in Angeboten des Ganztags Berücksichtigung. (2.10.2, A4)
  • [ ] Digitale Medien werden genutzt, um das Lernen an verschiedenen Lernorten und in unterschiedlichen Lernkontexten, wo sinnvoll und möglich auch mit externen Partnern und Einrichtungen, miteinander planvoll und aufeinander abgestimmt zu verzahnen. (2.10.2, A5)
  • [ ] Das Lernen und Lehren mit digitalen Medien wird kontinuierlich, auch unter Berücksichtigung und Nutzung veränderter technologischer und pädagogischer Möglichkeiten, an der Schule weiterentwickelt.(2.10.2, A6)
  • [ ] Der Einsatz von und Umgang mit digitalen Medien unter Reflexion und Nutzung deren Potenziale werden sowohl in schulinternen Lehrplänen bzw. in die didaktischen Jahresplanungen als auch im schulischen Medienkonzept verankert und fortgeschrieben.(2.10.2, A7)
  • [ ] Die Potenziale für Kommunikations- und Kooperationsprozesse im Sinne einer aktiven Teilhabe an der Schule werden reflektiert.(2.10.2, A8)
  • [ ] Die Schule stellt sicher, dass – im Rahmen der durch den Schulträger bereitgestellten Ausstattung – Schülerinnen und Schülern verschiedene Informationsquellen und Recherche-möglichkeiten offenstehen und sie diese aktiv nutzen.(2.10.2, A9)

Die Schule unterstützt die Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken des digitalen Wandels. (2.10.3)

  • [ ] In der Schule wird verantwortungsvoll mit persönlichen und fremden Daten umgegangen. (2.10.3, A1)
  • [ ] Grundsätze des Datenschutzes, der Persönlichkeitsrechte und der Informationssicherheit sind allen bekannt und werden beachtet. (2.10.3, A2)
  • [ ] Unangemessene und gefährdende Medieninhalte werden thematisiert und hinsichtlich der rechtlichen Grundlagen sowie gesellschaftlicher Normen und Werte diskutiert. (2.10.3, A3)
  • [ ] In der Schule werden persönliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Risiken und Entwicklungspotenziale des digitalen Wandels, wie z. B. Potenziale für die aktive Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen, Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und -verbreitung, thematisiert. (2.10.3, A4)
  • [ ] In der Schule werden Gefahren des digitalen Wandels, wie z. B. Suchtpotenziale, Cybergewalt und -kriminalität, reflektiert. (2.10.3, A5)
  • [ ] In der Schule werden rechtliche Grundlagen des Urheber- und Nutzungsrechts (u. a. Lizenzen) beachtet. (2.10.3, A6)
  • [ ] In der Schule wird eine selbstverantwortliche und selbstregulierte Mediennutzung unterstützt. (2.10.3, A7)
  • [ ] In der Schule werden Einflüsse von Algorithmen, Auswirkungen der Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz und der Automatisierung von Prozessen reflektiert. (2.10.3, A8)

Ziele für die Schule

In dieser Übersicht werden die Bedingungen aus dem Referenzrahmen Schulqualität, die sich auf Schule in der digitalen Welt im Rahmen der gesamten Schule beziehen, dargestellt.

Kultur des Umgangs miteinander (3.2)

  • [ ] Der Umgang miteinander ist frei von Diskriminierung und Rassismus sowie von jedweder Form psychischer und physischer Gewalt sowohl im persönlichen Umgang als auch im digitalen Raum (3.2.1, A7)
  • [ ] Die Schule geht achtsam und verantwortungsbewusst mit persönlichen und fremden Daten um. Grundsätze des Datenschutzes und der Informationssicherheit werden beachtet. (3.2.1 A10)

Kommunikation, Kooperation und Vernetzung (3.4)

  • [ ] In der Schule werden vorhandenes Wissen, Erfahrungen und Planungen sowohl informell als auch formell kommuniziert und systematisch, auch unter Nutzung digitaler Möglichkeiten, weitergegeben. (3.4.1, A1)
  • [ ] Es gibt eine institutionalisierte Kommunikations- und Kooperationsstruktur zwischen allen Beteiligten und schulinterne Informations- und Kommunikationsmedien werden genutzt. (3.4.1, A2)

In der Schule wird systematisch kooperiert (3.4.2)

  • [ ] An der Schule gibt es funktionierende informelle und formelle Kooperationen und Teambildung, die auch digitale Möglichkeiten zur schulinternen Kommunikation und Kooperation einbeziehen.
  • [ ] In der Schule sind Kooperationsstrukturen in den Bereichen Unterricht, Erziehung und Beratung systematisch angelegt. A2)

Die Schule pflegt eine Kultur der Kooperation mit externen Partnern und bindet sich mit ihrer Arbeit in regionale und überregionale Kooperationen und Netzwerke ein. (3.4.3)

  • [ ] Die Schule kooperiert mit dem Schulträger auf der Grundlage ihrer Gestaltungs- und Entwicklungsvorhaben, insbesondere im Hinblick auf die schulische Ausstattung und IT-Ausstattung sowie die Entwicklung von schulübergreifenden Konzepten wie etwa einem gemeinsamen Medienentwicklungsplan. (3.4.3 A2)
  • [ ] Die Schule nutzt zunehmend die Potenziale digitaler Kooperationsmöglichkeiten, z. B. im Hinblick auf die Gestaltung internationaler Zusammenarbeit. (3.4.3, A9)

Gestaltetes Schulleben

  • [ ] Angebote in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern wie Musikschulen, Jugendkunstschulen, Bibliotheken, Museen, Medienzentren und Sportvereinen sowie weiteren Partnern der kulturellen und interkulturellen Bildung sind Bestandteil des gestalteten Schullebens. 3.5.1 (A3)
  • [ ] Schulen nutzen die Möglichkeiten des Ganztags bzw. der Übermittagsbetreuung für zusätzliche Angebote und Aktivitäten in relevanten Bereichen (z. B. Bewegung, Sport, psychomotorische Förderung, Kultur, soziales Lernen, Mediennutzung, Technik und naturwissenschaftliches Ex-perimentieren). (A10)

Gestaltung des Schulgebäudes und -geländes

  • [ ] Die Schule stattet im Zusammenwirken mit dem Schulträger die zur Verfügung stehenden Räume, insbesondere im Ganztag, für die Nutzung durch Schülerinnen und Schüler angemessen aus und bietet nach Möglichkeit auch digitale Lerngelegenheiten und Arbeitsmöglichkeiten bzw. adäquat digital ausgestattete Arbeitsplätze an. (3.7.1, A3)

Ziele für Lehrkräfte

Umgang mit beruflichen Anforderungen (Lehrkräfte)

  • [ ] Lehrkräfte sind in der Lage, digitale Ressourcen und Materialien für das Lehren und Lernen adressatengerecht und zielorientiert auszuwählen, zu modifizieren bzw. eigenständig zu erstellen. (4.2.3, A1)
  • [ ] Erweiterte technologische Möglichkeiten werden für teamorientiertes, kooperatives und kollaboratives Arbeiten eingesetzt. (4.2.3, A2)
  • [ ] Lehrkräfte können die Bedeutung von Medien und Digitalisierung einschätzen. (4.2.3, A3)
  • [ ] Lehrkräfte unterstützen ihre Schülerinnen und Schüler bei der Orientierung im digitalen Wandel.(4.2.3, A4)
  • [ ] Lehrkräfte regen ihre Schülerinnen und Schüler zur Reflexion des eigenen Medienhandelns und zu einem kompetenten Umgang mit Medienangeboten und Medieninhalten an. (4.2.3, A5)
  • [ ] Lehrkräfte nutzen digitale Möglichkeiten für die Diagnostik und für die individuelle Förderung der Lernenden mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen innerhalb und außerhalb des Unterrichts. (4.2.3, A6)
  • [ ] Lehrkräfte erkennen und reflektieren die besondere Relevanz von Medienkompetenz für Bildungsprozesse und das lebenslange Lernen.(4.2.3, A7)
  • [ ] Lehrkräfte kennen die Möglichkeiten lernprozessbegleitenden und summativen Feedbacks mithilfe digitaler Medien und setzen diese gezielt für die Lernberatung ein.(4.2.3, A8)
  • [ ] Lehrkräfte greifen Potenziale digitaler Medien für inner- und außerschulische Kommunikation und Kooperation in allen schulischen Handlungsfeldern auf. (4.2.3, A9)
  • [ ] Lehrkräfte nutzen technologische und pädagogische Entwicklungen für schulische Prozesse und Innovationen sowie für Organisations- und Verwaltungstätigkeiten. (4.2.3, A10)
  • [ ] Lehrkräfte beachten rechtliche Aspekte, insbesondere Grundsätze des Datenschutzes und der Informationssicherheit, sowie technische Aspekte der Informationssicherheit.(4.2.3, A11)

Orientierungsrahmen für die Aus- und Fortbildung für Lehrkräfte in der digitalisierten Welt

Ziele für die Schulleitung

Pädagogische Führung

  • [ ] Die Schulleitung koordiniert pädagogisch orientierte Schulentwicklungsprozesse, die den technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen im Zuge der Digitalisierung Rechnung tragen. (5.1.3, A1)
  • [ ] Die Schulleitung trägt dafür Sorge, dass für die medienbezogenen Schulentwicklungsprozesse die pädagogischen Zielsetzungen der Schule ausschlaggebend sind.(5.1.3, A2)
  • [ ] Die Schulleitung sorgt dafür, dass der Einsatz digitaler Medien in einen erweiterten Reflexionszusammenhang gestellt wird, der sowohl fachliches als auch überfachliches Lernen einbezieht.(5.1.3, A3)
  • [ ] Die Schulleitung steuert die Arbeit am schulischen Medienkonzept und initiiert die Evaluation der Umsetzung in Schule und Unterricht.(5.1.3, A4)
  • [ ] Die Schulleitung trägt dafür Sorge, dass Lehrerinnen und Lehrer Gelegenheiten zu internen sowie externen Fortbildungen und eigener Professionalisierung wahrnehmen.(5.1.3, A5)
  • [ ] Die Schulleitung kümmert sich in Kooperation mit dem Schulträger um den technischen und pädagogischen Support an ihrer Schule und delegiert Teilaufgaben.(5.1.3, A6)
  • [ ] Die Schulleitung legt Wert darauf, dass zeitgemäße Lernmedien zum Einsatz kommen und digitale Lerninhalte, auch über digitale Schulbücher, Lernplattformen usw., lernförderlich genutzt werden können.(5.1.3, A7)
  • [ ] Die Schulleitung arbeitet mit dem Schulträger in der schulischen Medienarbeit zusammen, initiiert und koordiniert die Kooperation mit anderen Schulen und Akteuren (z. B. mit kommunalen Medienzentren).(5.1.3, A8)

Personalentwicklung und Fortbildungsplanung

  • [ ] Die Schulleitung stellt sicher, dass die Lehrkräfte ihre Kompetenzen auf der Grundlage des Orientierungsrahmens „Lehrkräfte in der digitalisierten Welt. Orientierungsrahmen für die Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung in NRW“ weiterentwickeln. (5.4.1, A8)
  • [ ] Die Schulleitung stellt sicher, dass die Fortbildungsplanung systematisch und konkret auf die im Schulprogramm ausgewiesenen Arbeits- und Entwicklungsvorhaben ausgerichtet sowie an Ergebnissen schulinterner und -externer Evaluation orientiert ist. (5.5.1, A2)