Interaktive Tafelsoftware: Notebook, Classflow und das Tablet…

Im Unterricht wird immer wieder die Tafel benutzt, ob von Schülerinnen und Schülern oder Lehrern. Ein Vorteil der Digitalisierung ist sicherlich, dass man SuS die Tafelbilder problemlos zur Verfügung stellen kann, indem man diese mit dem Smartphone abfotografiert und z.B. über Moodle zugänglich macht oder über Twitter…

Will man das Tafelbild direkt mit Hilfe des Computers und einer digitalen Tafel erstellen, gibt es unterschiedliche White-Board-Software, die zu den verschiedenen Hardware-Systemen gehört. Prinzipiell arbeiten diese mehr oder weniger gut mit den Softwareangeboten zusammen. Momentan sind die bekanntesten Systeme von interaktiven Tafeln (über Kommentare, Ergänzungen und Tipps diesbezüglich unten auf dieser Seite freue ich mich):

Meine bevorzugte Variante ist allerdings die Nutzung des iPads zur Erstellung von Tafelbildern. Hier ein einfaches Tafelbild, das mit Hilfe von Explain Everything erstellt wurde:

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Welche Software gibt es?

Zunächst muss man wissen, dass die verschiedenen Firmen ihre Software in der Regel nur für ihre eigenen interaktiven Tafeln lizensieren. Allerdings ist trotzdem häufig auch eine andere Nutzung möglich. Wer rechtlich sicher agieren möchte, dem sei die absolut kostenlose, nicht-kommerzielle Software OpenSankoré empfohlen.

Alle im folgenden genannten Tafel-Programme verfügen über die folgenden Grundfunktionen: „Interaktive Tafelsoftware: Notebook, Classflow und das Tablet…“ weiterlesen

Filme: kostenlos & legal in der Schule zeigen

Heute morgen sprach mich in der Schule ein Kollege an, der mich fragte, wie man denn jetzt eigentlich an Filme von der „Kreisbildstelle“ (!) kommt. Ich sagte ihm: „Kein Problem, du kannst alle Filme auf deinen Rechner herunterladen und den Schülern zeigen, neu schneiden, vertonen!“ „Jetzt mal im Ernst!“, entgegnete er. Er konnte sein Glück kaum glauben, als ich ihm klar machte, dass das wirklich geht und das dieses Vorgehen auch noch völlig legal ist (anders als so manche Youtube-Vorführung im Unterricht). Seit Neuestem kann man als nordrhein-westfälischer Lehrer sogar den Schülern einen Code zur Verfügung stellen und sie können sich die Filme zu Hause ansehen.

Die Internetseite, die das ermöglicht heißt EDMOND NRW und ist für alle Lehrerinnen und Lehrer des Landes kostenlos verfügbar. Zunächst muss man sich aber über das eigene Medienzentrum einmalig anmelden. Das geht inzwischen ganz komfortabel online. Die Anmeldung wird vom Medienzentrum überprüft. Fertig!

Wer sich anmeldet, bekommt nun ein Suchfenster gezeigt, mit dem er nach vorhandenen Online-Medien, aber auch nach den im Medienzentrum vor Ort vorhandenen Offline-Medien (wie DVDs) suchen kann. Die folgende Übersicht erklärt, wie sich ein so gefundenes Suchergebnis zusammen setzt:

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Gefällt einem ein Medium, kann man es mit einem (dann grün markierten) Stern auf einer vorläufigen Medienliste (oben rechts) sammeln. Wieviele Medien man bisher aufgenommen hat, kann man der steigenden Anzahl in der Medienliste sehen. So lässt sich z.B. eine Auswahl aus Filmen für die kommende Unterrichtssequenz treffen. Anschließend lässt sich durch einen Klick auf die Medienliste eine inhaltlich-fachliche Medienliste (z.B. zum Thema „Nationalismus“) dauerhaft anlegen.

Klassische Medien laufen aus

Bei manchen Medien gibt es allerdings keinen Download, sondern ein Einkaufswagen-Symbol. Diese Medien sind als Hardcopy im Medienzentrum zu entleihen – wenn es denn noch eines gibt. Bei unserem Medienzentrum im Rhein-Kreis Neuss kann man sich die Medien auch liefern lassen. Wer möchte, kann sich – allerdings nur als Lehrer im Kreis Neuss – die Anschaffung von Medien für Edmond wünschen.

Für Schülerinnen und Schüler auch zu Hause verfügbar

Das Beste kommt zum Schluss: Will ich, dass die Schülerinnen und Schüler im Sinne des Flipped-Classroom-Prinzips die Filme bereits vorbereitend gucken, kann ich ihnen jede beliebige Liste per Mausklick auch zum ansehen zu Hause zur Verfügung stellen. Dazu wähle ich oben unter „Konto“ den Link „EDU-ID“ aus und kann dann mit Hilfe des Buttons eine EDU-ID-Liste, z.B. Klasse 7a oder Leistungskurs Geschichte 13 erzeugen. Diese lässt sich noch mit einem Kommentar versehen: „Hier die Filme, die ihr bis zur Klausur gesehen haben solltet!“ 😉 Die danach erzeugten Codes gibt man nun den einzelnen Schülerinnen und Schülern, die sich auf der Edmond-Seite damit anmelden können. 

Wählt man bei den erzeugten IDs die Ausdruckfunktion, geht es noch viel leichter. Es wird automatisch ein QR-Code (inkl. Integrierter EDU-ID) erzeugt, den man den SuS zeigen kann: Code scannen, Medienliste wählen, Film gucken!

Anleitungen Schritt für Schritt zum Nachlesen

Videotutorials zur Edmond-Nutzung

Wer lieber noch einmal filmisch gezeigt bekommt, wie Edmond funktioniert, kann sich die nagelneuen Videotutorials von Georg Weber ansehen. Er zeigt, wie man recherchiert, Medienlisten anlegt, mit Edu-IDs arbeitet usw. 
Zum schnellen Einstieg verleitet auch die Grafik von Marc Seegers (Medienzentrum Viersen). Wenn Sie darauf klicken, werden Sie zu einer vergrößerten, interaktiven Version weitergeleitet:

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Für Einsteiger: Digitale Medien im Geschichtsunterricht

Für eine LehrerInnen-Fortbildung, die als Einführung in die Nutzung digitaler Medien im Geschichtsunterricht gedacht ist, habe ich eine Präsentation erstellt, die auf die aus meiner Sicht wichtigsten bzw. gängigsten Seiten für Geschichtslehrer jeweils verlinkt. Dank wesentlicher Tipps von von Daniel Bernsen, dessen Blog „Medien im Geschichtsunterricht“ ich natürlich auch aufgenommen habe, hoffe ich, dass es eine gelungene Zusammenstellung ist. Wer kluge Ergänzungen hat, darf diese gerne in den Kommentaren hinzufügen. Ich werde diese dann in die Präsentation integrieren.

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Die Präsentation wurde übrigens mit Hilfe von Bunkrapp.com erstellt, einer sehr guten Seite – noch im Beta-Statium -, mit deren Hilfe man sehr leicht interaktive Präsentationen erstellen kann, die zudem noch gut aussehen. Die Bilder stammen alle von Pixabay.com und sind gemeinfrei.

Wer braucht noch interaktive Tafeln?

Da die neue Original-Smartboard-Software Notebook 14 leider nicht mehr kostenlos verfügbar ist, muss man sich – einmal ganz abgesehen von pädagogischen Bedenken bei der Nutzung von interaktiven Tafeln – sinnvolle Alternativen überlegen.

Alternative 1: Konsequent OpenSource-Software verwenden – Open Sankoré

Will man mit einer einfachen, kostenlosen Software die Notebook-Software von Smart ersetzen, bietet sich die Software Open Sankoré an.

Das Bedienungskonzept setzt auf intuitive und effiziente Bedienbarkeit. Insbesondere soll es sich auch an Lehrende, Schüler und Studierende richten, die keine besonderen technischen Vorkenntnisse haben.

Im Programm können jegliche Dokumententypen eingefügt werden (Text, Bilder, Flash Animationen, Videos). Alle Inhalte können auch mit Kommentaren versehen werden (zB ein PDF-Dokument).

Ein weiterer wichtiger Teil des Programms ist die Möglichkeit, Lerninhalte mit anderen zu teilen und fremde Inhalte zu übernehmen oder zu verbessern. Das kann unter anderem über die Internetseite Planète Sankoré erfolgen, auf der bereits vorhandene (derzeit überwiegend französischsprachige) Inhalte ausgetauscht werden.

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Die Macher verfolgen keine kommerziellen Interessen, die Software bleibt also langfristig kostenlos verfügbar und wird auch regelmäßig weiter entwickelt. Zudem ist sie sogar für Linux-System verfügbar. Nur die Version für Apples El Capitan lässt noch auf sich warten.

Ein großer Vorteil ist aus meiner Sicht auch, dass alle erstellten Inhalte auch in jedem Web-Browser problemlos angezeigt werden können, also nicht im System der Software gefangen sind.

Im übrigen ist es natürlich auch egal mit welchem White-Board-System man Open Sankorè verwendet, sei es mit dem Smartboard, dem Promethan Board, den interaktiven Beamern von Epson oder mit dem interaktiven Whiteboard mit Wii-Remote.


Alternative 2: Das iPad als interaktive Tafel verwenden – Explain Everything & Doceri

Allerdings muss man sagen, dass die Anschaffung interaktiver Tafeln zum Preis von 2000-3000€ ohnehin inzwischen überflüssig scheint, wenn man sieht, dass man mit dem iPad ganz ähnliche Zwecke erfüllen kann. Dazu benötigt man jeweilige App,

Dazu gibt es eine Vielzahl von Apps für das iPad, von denen ich zwei hier kurz vorstellen möchte.

Sehr einfach und vor allem intuitiv zu bedienen ist die App Explain Everything (3,99€), mit der sich sämtliche Funktionen der interaktiven Tafelsoftware vom iPad aus bedienen lassen. Dabei kann man, AppleTV vorausgesetzt, irgendwo im Klassenraum sitzen und sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die präsentierten Ergebnisse ansehen.

Zum zweiten ist die App Doceri sicherlich hilfreich, die für das iPad kostenlos ist, die mir allerdings in der Bedienung etwas weniger intuitiv erscheint als Explain Everything. Warum die App doch zu empfehlen ist, können Sie hier nachlesen.

Für diese Konstruktion entstehen Kosten von 400€ für das iPad, 400€ für den Beamer, 60€ für das AppleTV sowie 3,99€ für die App. Insgesamt also deutlich unter 1000€.

Alternative 3: Das iPad als als kooperative, interaktive Tafel – Baiboard

9266392370Allerdings kann man sich fragen, ob es nicht sinnvoll wäre, diese Technologie für Lehrer und Schüler gleichermaßen zu nutzen, eine Idee, die unter dem Stichwort „Demokratisierung des Beamers“ diskutiert wird. Mit 6-7 iPads, die auf Gruppen in der Klasse verteilt werden (oder natürlich mit eigenen Geräten), einem iPad für den Lehrer lassen sich alle Schülerergebnisse gleichermaßen leicht präsentieren.

Sei es nun mit Hilfe des AppleTVs (und einer der genannten Apps) oder mit Hilfe der interaktiven und kooperativen App Baiboard. Baiboard ermöglicht es von verschiedenen Geräten aus auf eine gemeinsame (oder gruppenspezifische) Tafel-Fläche zuzugreifen und dort gemeinsam seine Ergebnisse zu sammeln und zu präsentieren. Damit ergibt sich eine neue, pädagogisch sinnvolle Nutzung digitaler Tafeln.

Die Kosten für diese Lösung, bei der aber wohl gemerkt alle Schülerinnen und Schüler aktiv werden können, liegen bei 3000-4000€ und damit immer noch unter den Kosten für eine gut ausgestattete interaktive Tafel.

Ein Blick in die nahe Zukunft?

Natürlich ist es schon heute möglich auch das iPadPro (oder vergleichbare Geräte), das ich für Lehrerinnen und Lehrer für besonders geeignet halte, im Unterricht zu verwenden, aber da wird in den kommenden Jahren noch viel passieren müssen. Wenn man es nutzt hat es aber viele Vorteile:

5559643094Zum einen erleichtert alleine die Größe des iPad Pro enorm handschriftliches Arbeiten, da die Größe des Bildschirms fast einer A4 Seite entspricht und man um sauber zu schreiben nicht mehr in das Dokument hinein zoomen muss.

Der zweite große Vorteil ist der Handballenschutz, der im neuen iPad Pro fest integriert ist. Es ist nicht mehr erforderlich, innerhalb der Notizenapp eine Handballenablage zu aktivieren, das war ein abgedeckter Bereich, der keine Stifteingaben annimmt, um zu verhindern, dass man versehentlich mit dem Handballen Punkte oder Striche erzeugt.

So fasst der Blog Schule-Apps die Vorteile zusammen.

Nachtrag nach dem Besuch der Didacta am 17.02.2016:

Nach dem Besuch der Didacta muss ich meine Meinung vielleicht ein wenig revidieren. Die neuen interaktiven Tafeln, zum Beispiel Promethans interaktive Flachbildschirme, kommen ganz ohne Beamer aus, haben eine großartige Auflösung und funktionieren letztenendes ähnlich wie riesige Tablets und sind so für Präsentationszwecke im Klassenraum vielleicht noch besser geeignet als nur Beamer. Allerdings reicht der Preis durchaus an die Kosten für eine klassische interaktive Tafel heran. Großer Vorteil allerdings: es lassen sich alle Inhalte von Android-Geräten, seien es Smartphones oder Tablets, aber auch von iOS Geräten, also zum Beispiel vom iPad, ohne weitere Zusatzgeräte spiegeln. Zudem gibt es rechts und links optional einfache Whiteboards als Flügel, die man benutzen kann, wenn man auf die elektronische Unterstützung verzichten möchte.

Fünf Internetseiten, die ich als Geschichtslehrer unbedingt kennen sollte

Als Geschichtslehrer bin ich immer wieder auf der Suche nach interessanten Internetseiten, mit denen sich besondere Ideen verwirklichen lassen. Fünf davon möchte ich hier kurz vorstellen:

TIPP 1: Selbstgesteuert Lernen im Geschichtsunterricht

seguhint10Auf der Lernplattform segu finden Schülerinnen und Schüler zahlreiche Lernmodule für den Geschichtsunterricht. Die Lernaufgaben sollen selbstständig am besten in kleinen Teams von zwei oder drei Schülerinnen und Schülern bearbeitet werden.

TIPP 2: Geschichtskarten – jeder Ort, jede Zeit, selbst gewählt

Besonders zur Darstellung von Veränderungsprozessen eignet sich die Plattform Geacron. Die Kombination aus Zeitleiste und Weltkarte (mit Zoomfunktion) ermöglicht Unterrichtenden im Fach Geschichte Karten zu beliebigen Zeitpunkten und Entwicklungen darzustellen. Dabei lassen sich die Karten zudem online auch noch in beliebige Kontexte integrieren (so wie hier unten) und verändern.

http://geacron.com/map/atlas/embed.html?lang=de&w=300&h=300&z=5&x=12.041018793776&y=49.691796724684&nd=0&d=1990A1992&tm=p&ly=yyyy

Tipp 3: Interaktive Zeitleisten einfach online selbst erstellen

Immer wieder ist nützlich im Geschichtsunterricht gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern oder kollaborativ Zeitleisten zu erstellen. Das lässt sich mit der Internetseite „The history project“ sehr gut machen. Dabei ist die Seite eigentlich darauf angelegt, eine persönliche History-Timeline zu erstellen, aber es lassen sich auch zu allen anderen Themen Zeitleisten mit beliebig vielen Ereignissen erstellen. Diese Ereignisse kann man mit Bildern versehen, kommentieren, Videos einfügen und auf einer Karte interaktiv verorten. Allerdings ist eine personalisierte Anmeldung erforderlich.

Tipp 4: Flipped Classroom mit der Khan Academy

Leider nur in englischer Sprache, aber dennoch z.T. großartig sind die Videos zur Geschichte der Khan Academy, die hier (nach Anmeldung) verfügbar sind. Zu allen historischen Themen gibt es hier gut strukturiert passende Videos.

Tipp 5: Daniel Bernsens Blog zu Medien im Geschichtsunterricht

Theoretisch fundierte Ideen für den Einsatz von digitalen Medien im Geschichtsunterricht bietet der Koblenzer Fachdidaktischer Daniel Bernsen in seinem Blog. Sehr empfehlenswert.

 

 

10 Argumente für Tablets statt Notebooks. Eine Meinung

Aufgrund der Frage eines Schulleiters, ob es gute Argumente für den Einsatz von Tablets anstelle von Notebooks im Unterricht gibt, möchte ich die wichtigsten Argumente aus meiner Sicht anfügen:

  1. Tablets lassen sich in jedem Fach auch für kurze Phasen in den Unterricht integrieren. Im Gegensatz zu Notebooks starten Tablets unmittelbar und sind somit sofort einsetzbar. Sie können auch für kürzere Arbeitsphasen sinnvoll eingesetzt werden. Bei Nichtnutzung legen die SuS die Geräte umgedreht auf die Tische.
  2. Tablets ermöglichen es, sich auszusuchen, wo man lernt. Da die Geräte flexibel sind, kann jeder Schüler selbst entscheiden, wo er mit dem Gerät lernt. Ob in der Bibliothek, im Klassenraum oder auf dem Schulhof – der Lernort kann frei gewählt werden.
  3. 2015-09-24 16.54.34Tablets sind leicht und lassen sich ohne Aufwand und in beliebige Stückzahlen unterteilt transportieren. Auch größere Mengen Tablets müssen nicht mit einem sperrigen Wagen durch die Schule transportiert werden, sondern können, mal in 10er-Packs für eine Gruppenarbeit (verteilt auf drei Klassen), mal in 30er-Stückzahl für die Einzelarbeit im Klassenverband in der Schule in der Schule eingesetzt werden, je nach den Erfordernissen, die durch Inhalte, Lehrpläne und die Wünsche von Lehrern und Schülern formuliert sind.
  4. Auf Tablets gibt es zahlreiche Apps speziell für den unterrichtlichen Gebrauch von Lehrern und Schülern. Es gibt natürlich auch Programme für Notebooks, die sinnvolle unterrichtliche Arbeit ermöglichen, aber die Auswahl an didaktischen Apps ist unübertroffen. Seien es Apps für die Produktion von Büchern, Filmen, Fotos, Musik – einfach und intuitiv bedienbar sind diese Apps für Schüler allemal und damit bleibt für den wichtigen Fachunterricht mehr Zeit.
  5. Wer Fachunterricht digital stützen möchte, ist mit Tablets besser bedient. Will man das Fach Informatik unterrichten, würde ich mit Einschränkungen Notebooks oder feste Computer empfehlen,  für die üblichen Einsätze im Deutsch- oder Mathematikunterricht, im Fach Gesellschaftslehre oder Physik … Es geht hier immer um Lektüre und Recherche, produktive und kreative Arbeit, interaktives Üben, Kollaboration oder die Dokumentation von Unterrichtsinhalten. Hier ist das Tablet die bessere Wahl, weil es flexibler zu nutzen ist.
  6. Tablets ermöglichen einfache, intuitive Multimedia-Produktion. Im Gegensatz zu Notebooks lassen sich die viel mobileren Tablets auch für Film- und Fotoproduktion, Tonaufnahmen an allen gewünschten Orten verwenden, sei es zum Zeitzeugeninterview im Altenwohnhaus oder zum Actiondreh im Sportunterricht. Damit lassen sich unterrichtliche Projekte in schneller und einfacher Form verwirklichen, ohne viel technisches Vorwissen.
  7. Tablets eignen sich inzwischen sehr gut für die Textverarbeitung. Es gibt inzwischen außer gängigen Office-Lösungen zahlreiche auf schulische Vorgehensweisen spezialisierte Apps (z.B. Notability), die gute Textarbeit – handschriftlich und getippt – ermöglichen. Ohne Probleme lassen sich inzwischen auch Tastaturen anbinden, sodass die Argumentation von Christoph Pallaske aus dem Jahr 2012 mir inzwischen nicht mehr recht überzeugend erscheint.
  8. iPads lassen sich zentral pflegen. Im Gegensatz zu Notebooks lassen sich die Apple-Tablets – und bisher nur diese – durch eine zentrale Software auf einen Rutsch verwalten. Der Aufwand für eine solche Verwaltung auf Notebooks scheint mir höher.
  9. Von Tablets lässt sich gut präsentieren. Ob mit dem iPad, einem Android-Tablet oder mit einem Surface: Mit Hilfe kabelloser Empfänger lassen sich alle Schülerergebnisse problemlos von jedem Schülerplatz aus mit dem Beamer präsentieren. Ohne Kabel!
  10. Die Akkulaufzeit von Tablets ist hoch. Wer ein Notebook mit einer einem Tablet vergleichbaren Akkulaufzeit (10 Stunden) kaufen möchte, landet leicht bei Kaufpreisen von über 1000€.

Weitere Argumente für den Einsatz von Tablets bietet der Film zum Mobilen Lernen, der in Kürze im Rhein-Kreis Neuss auch online auf der EDMOND-Plattform verfügbar ist.

Tablet-Apps – ein Vergleich

iPad-Fortbildungen moderieren macht Spaß! Immer so lange, bis das Gespräch auf die hohen Preise der Geräte und auf den Vergleich verschiedener Tablets im allgemeinen kommt. Ich bin aber zugegebenermaßen auf anderen Geräten nicht genauso firm, wie mit dem täglichen Arbeits- und Kulturzugangsgerät, das ich regeälmäßig nutze. Gibt es eine App, die dasselbe kann auch auf dem Android -Gerät? Kann mein Windowstablet das genauso? Um diese Frage zu beantworten, habe ich über Twitter tablet-fachlich versiertere Kollegen gebeten, mit mir eine Tabelle auszufüllen. 

Vieles geht auch mit anderen Tablets
Die Tabelle zeigt: Es gibt inzwischen viele Apps oder vergleichbare Programme für alle Betriebssysteme. Allein die große Anzahl der Anwendungen verdeutlicht, dass sich die Geräte aneinander annähern.

Ob sich die Intuitivität der Nutzung und eine sinnvolle Anwendung im Unterricht vergleichen lässt, vermag ich natürlich noch nicht zu beurteilen. Allerdings werde ich einfach nochmal andere Geräte ausprobieren, nur dann kann man sich ein ausgewogenes Bild machen.

Vorteil: Pflege der Geräte für den Admin beim iPad am einfachsten?

Als zentrales Argument für die Nutzung von iPads wird häufig auch die zugegebenermaßen einfache Wartung und die Versorgung mit Updates über den Apple Configurator genannt. Auch hier fehlen mir noch Erfahrungswerte, wer mag, darf gern in den Kommentaren ergänzen.

Die Tabelle darf natürlich jederzeit ergänzt werden! Dank an Martina Grosty, Christian Conradi, Chris Wolcott, Lars Reitze, Wolfgang Schwarz und alle anderen, die mithelfen!