Die Welt ins Klassenzimmer holen – Virtuelle und erweiterte Realität im Unterricht

In diesem Workshop werden verschiedene Möglichkeiten gezeigt, digital  die Realität des Klassenzimmer auszuweiten. Ob mit Hilfe einfacher Greenscreentechnologie die Schülerinnen und Schüler in aller Welt unterwegs sein können, auf der Basis von Google Classroom oder ZDF 360° virtuelle Ausflüge unternommen werden oder Objekte und Animationen im Klassenraum mit Hilfe von Augmented Reality lebendig gemacht werden, die Möglichkeiten virtuell den Klassenraum zu erweitern und zu verlassen, sind heute größer denn je. Der Einstieg erfolgt über eine Nutzung von Google Expeditions, die man z.B. mit diesen Pappbrillen nutzen kann.

Hier kann man sehen, wie das im Unterricht aussehen könnte.

Im weiteren Verlauf können im Rahmen einer selbstgesteuerten Stationenarbeit verschiedene Angebote getestet werden.

Station 1 – Merge Cube

Station 2 – BBC Civilisations

Station 3 – JigSpace

Für die Nutzung dieser App muss das Endgerät mit dem WLAN verbunden sein

Station 4 – Geogebra AR

Station 5 – Virtuali-Tee

Station 6 – Areeka

Für diese App ist für den (einmaligen) Download der Informationen ein WLAN-Zugang nötig. Achtung: Sollte der Scan nicht funktionieren, müssen Sie eventuell über das Symbol mit den drei Strichen oben links die entsprechenden Inhalte downloaden.


Station 7 – WWF Free Rivers

Station 8 – WDR 360° VR

Für die Nutzung dieser Apps ist ein WLAN-Zugang nötig. Es ist sinnvoll bei dieser App einen Kopfhörer zu benutzen.

Station 9 – ZDF VR – 360°

Für die Nutzung dieser Apps ist ein WLAN-Zugang nötig! Es ist sinnvoll bei dieser App einen Kopfhörer zu benutzen.

Station 10 – Quiver

Beachten Sie: Wird die Kopiervorlage vorher ausgemalt, werden die Farben im 3D-Scan abgebildet.

Station 12 – Kriegskinder 1933-46 (WDR)

Die in einer älteren Version dieses Artikels vorgestellte App „HP Reveal“ wird leider eingestellt.

Station 13 – ZooKazam

Station 14 – GreenScreen-Apps

In aller Welt unterwegs mit Hilfe der GreenScreen. Mögliche Apps:

GreenScreen (von DoInk)

  • GreenScreen
  • Simpel in der Bedienung

MuseMage

  • GreenScreen
  • Foto- und Videoeffekte (von Regen bis 20er-Jahre-Design
  • Etwas komplexer

TC Studio

  • GreenScreen (auch im Nachrichtenstudio)
  • Teleprompter
  • multimedial und interaktiv
  • Eher komplex

Ideen für den Unterrichtseinsatz:

  • Karikaturenanalyse (in der Karikatur stehend)
  • Kunstwerke besuchen, beschreiben, analysieren
  • Orte in aller Welt besuchen im Fremdsprachenunterricht und in der Zielsprache Texte einsprechen
  • Historische Schauplätze als Hintergrund für historische Reden oder Ereignisse nutzen
  • Gefährliche Experimente im Hintergrund als Video laufen lassen und im Vordergrund erklären
  • Literarische Werke (Gedicht, Romanauszug, Drama) umsetzen
  • Gespräche mit historischen oder literarischen Figuren führen

Nicht vergessen: Als Greenscreen reichen einfache grüne Ikea-Decken aus!

Weitere Tipps & Infos in diesem großartigen Padlet von Tobias Erles und Sabine Strauß

Außerdem empfehlenswert:

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Lehrerfortbildung: Digitale Medien im Geschichtsunterricht sinnvoll nutzen

Die Fortbildung zum Einsatz digitaler Medien im Geschichtsunterricht gliedert sich in zwei Teile. Nach einer allgemeinen Einführung unter Nutzung des TPCK-Modells bezogen auf das Fach, sollen im ersten Teil übersichtsartig wichtige Internetangebote für das Fach Geschichte präsentiert werden.

Wichtige Seiten und Angebote

Zur Präsentation und zum Nachlesen für die Fortbildungsteilnehmer habe ich eine Übersichtsseite mit Hilfe von Adobe Spark Pages erstellt. Auf dieser Seite werden sämtliche allgemeinen Angebote, also Quellen, Materialien, Filme, Spiele usw. zusammen gefasst:

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Auf einer zweiten Seite finden sich weitere Angebote, die sich mit speziellen Themen- und Aufgabenbereichen des Faches beschäftigen. Hier werden nur Seiten gesammelt, die sich jeweils mit einem Thema beschäftigen, von Luther bis zum Mauerbau:

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Konkrete Nutzung digitaler Tools im Geschichtsunterricht

Im Unterricht lassen sich diese Seiten nutzen, allerdings gibt es auch viele Apps, die nicht spezifisch für das Fach Geschichte entwickelt wurden, die aber nichtsdestotrotz sehr gut in den Fachunterricht integriert werden können. Schließlich sollen alle Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien auf der Basis des neuen Medienkompetenzrahmens des Landes NRW IN DEN FÄCHERN und nicht etwa in einem Fach Medienkunde entwickelt werden. Daher habe ich für den zweiten Teil der Fortbildung konkrete Aufgabenstellungen aus dem und für den Unterricht zusammengestellt, mit deren Hilfe man digitale Medien in der konkreten unterrichtlichen Arbeit im Fach Geschichte nutzen kann. Diese Aufgabenstellungen werden ergänzt und verändert werden. Anhand dieser Aufgabenstellungen werden in einer Art Workshop die einzelnen Apps vorgestellt und durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – je nach Länge der Veranstaltung – getestet und auf ihre Nutzbarkeit für den Unterricht geprüft. Die bisher entwickelten Aufgabenstellungen finden sich hier:

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Beitragsbild: unsplash-logorawpixel – alle anderen Bildrechte nach einem Klick auf das Bild am Seitenende.

Basisausstattung für Schulen, die mit iPads arbeiten wollen

Aktuell scheint mir die folgende Ausstattung sinnvoll, falls sich eine Schule dazu entschieden hat, iPads für die unterrichtliche Nutzung anzuschaffen, immer eine WLAN-Ausstattung und eine Glasfaseranbindung der Schule vorausgesetzt:

Hardware

  • iPads (Modell 2018) 
  • Projektionsfläche und AppleTV (4. Generation) in jedem Klassenraum, in dem die Geräte genutzt werden sollen. Das AppleTV sollte ins LAN eingebunden sein.
  • Kabelgebundene Anschlussmöglichkeit für externe Geräte neben der Projektionsfläche (HDMI, ggf. VGA, Audio-Anschlüsse, Steckdosen), wie etwa bei dieser einfachen und günstigen Lösung aus Dormagen:

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  • Sinnvoll ist es sicherlich dieses abschließbar in der Nähe des Beamers zu montieren, etwa mit diesen Haltern

Windows-HINWEIS : Auf Windows-Rechnern lässt sich das Programm AirParrot installieren, mit dessen Hilfe jeder Windowsinhalt stabil auch auf dem AppleTV gespiegelt werden kann.

Android-HINWEIS: Für Android-Geräte gibt es die kostenlose App AllCast, um Inhalte des Smartphones oder anderer Tablets auf das AppleTV zu übertragen

Software

Standard-Apple-Software (kostenlos bei jedem Gerät inkludiert):
  • Textverarbeitung (pages)
  • Tabellenkalkulation (numbers)
  • Präsentationssoftware (keynote)
  • Musik-Schnitt und -gestaltung (garageband)
  • Videoschnitt (iMovie)

Weitere Software für den Einstieg für alle Fächer:

  • BookCreator (Bücher einfach selbst erstellen)
  • Baiboard (gemeinsame Online-Tafel)
  • Greenscreen (z.B. DoInk) (Greenscreenaufnahmen)
  • StopMotion Studio (StopMotion-Filme)
  • Popplet (einfache Mindmap)
  • Prezi (Präsentation)
  • Documents (Datenaustausch)
  • Padlet (Zugriff auf interaktive Online-Pinnwand)
  • ThingLink (Bilder interaktiv gestalten)
  • Adobe Spark Video (Videos erstellen)
  • Adobe Spark Page (Internetseiten mit Text und Bildern erstellen)

Achtung: Hier fehlen noch alle fachspezifischen Apps. Diese würde ich sukzessive nach den Wünschen der Kollegen (vielleicht gibt es ja auch direkt Wünsche) installieren. Wer sich über fachspezifische Apps informieren möchte, sei auf diese Übersicht verwiesen: Tablet-Apps im Vergleich.

Ich bin der Meinung, dass Schulen die App-Installation sowie die Betreuung der Geräte einem außerschulischen Dienstleister überlassen sollte, im Rhein-Kreis Neuss etwa der IT für Kommunen, ITK.

Zubehör

Wenn Schulen einen Stift für ihre Geräte wollen, wäre die Anschaffung des Logitech Crayon sinnvoll (50€ im Vergleich zum 100€ teueren ApplePen fast günstig).  Diesen gibt es exklusiv für den Bildungsbereich, also nicht im freien Verkauf.

Ich halte Tastaturen nicht für nötig, es reichen aber einfachste Bluetooth-Tastaturen, wenn wirklich Tastaturen nötig erscheinen.

Aufbewahrung

2015-09-24 16.54.34Mir scheint sinnvoll eine flexible Aufbewahrung in Postkisten mit passend erstellten Einsätzen, wie sie z.B. bei eSchool in Düsseldorf, an Schulen in Essen oder bei uns im Medienzentrum im Einsatz sind. Vorteil: leicht zu transportieren, auch über Treppen, Ladeeinheit wird nicht immer mitgeschleppt, Kabel bleiben bei der Ladeeinheit (USB-Hub).

Hüllen für iPads

Die Geräte selbst müssen natürlich in eine Schutzhülle. Dabei ist wichtig, dass die Geräte vollständig in der Hülle verschwinden und keine Teile der Hülle über die Display-Fläche hinausgehen.

Schränke für die Aufbewahrung

Damit die Geräte sicher aufbewahrt werden sind zudem Tresor-Schränke nötig, wie etwa diese hier.  Achtung: In den Schränken muss ein WLAN-Access-Point zum kabellosen Laden installiert sein und die Möglichkeit bestehen die Geräte mit einem guten USB-Hub mit Strom zu versorgen.

 

 

Tablets in der Grundschule nutzen?

In diesem Blogeintrag wird der Ablauf einer ganztägigen Kollegiumsfortbildung als Einstieg zur unterrichtlichen Nutzung des iPads dokumentiert und mit zahlreichen Querverweisen auf Apps und Materialien versehen.

Wird im Rahmen einer Fortbildung der Umgang mit Tablets im Unterricht eingeübt, müssen natürlich – je nach Vorbildung der Teilnehmer – einige grundlegende Erklärungen erfolgen. Dies lässt sich relativ einfach mithilfe des Buches „Unterrichten mit iPads“ der Didaktikerin Nina Ulrich bewerkstelligen, das damit auch zur weiterarbeiten empfohlen werden kann.

Ausgehend von den Kernkompetenzen in verschiedenen Lehrplänen der Grundschule …

In den Grundschullehrplänen des Landes finden sich zum Beispiel die folgenden Kompetenzerwartungen:

Deutsch
  • Schülerinnen und Schüler nutzen Medien zum Gestalten eigener Medienbeiträge. (S. 33)
  • Schülerinnen und Schüler gestalten sprechend und darstellend Texte (auch) auswendig […]. (S. 32)
  • Schülerinnen und Schüler versetzen sich in eine Rolle und gestalten sie sprecherisch, gestisch und mimisch. (S. 29)
Sachunterricht:
  • Schülerinnen und Schüler recherchieren mit/in Medien (z.B. Internet, Bibliothek) und nutzen die Informationen für eine Präsentation. (S. 50)
Kunst:
  • Schülerinnen und Schüler nutzen Kameras [für] Dokumentationen in Gestaltungs- und Präsentationszusammen-hängen, Klassenaufführungen und Projekttagen (z.B. fotografieren und videografieren). (S. 107)
Englisch:
  • Schülerinnen und Schüler verfassen kurze Texte durch das Zusammenfügen bzw. Ergänzen von vorgegebenen Satzelementen oder Textbausteinen (z. B. Elfchen, Christmas cards, Geburtstagskarten, Postkarten, „Steckbriefe“ von Personen oder Dingen, mini stories). (S. 79)
Musik:
  • Schülerinnen und Schüler halten Klangergebnisse auf Tonträgern fest und reflektieren sie kritisch. (S. 92)

… kann dann die sinnvolle Nutzung der App Book Creator vorgestellt werden.

Rund um den Book Creator

Dazu können die Teilnehmer der Fortbildung sich live und vor Ort (um Missverständniss zu vermeiden) auf die Suche nach herbstlichen Impressionen machen:

  • bunte Blätter verschiedene Baumarten,
  • Zeitlupenaufnahmen von fallendem Laub,
  • Zeitraffer-Aufnahmen einer kriechenden Schnecke
  • und so weiter.

Mit diesen selbst produzierten Inhalten kann nun nach und nach ein Buch oder eine Comicsequenz im BookCreator gefüllt werden. In diesem Zusammenhang werden sämtliche Funktionalitäten des BookCreators vorgestellt.

Anschließend können weitere Apps in den Blick genommen werden, mit deren Hilfe zum Beispiel ein Herbst-Gedicht oder eine herbstliche Dialogsequenz aufgenommen werden können. Dazu kann man Tellagami (hier als kostenpflichtige EDU-Version mit allen Zusatzoptionen inklusive, z.Zt. 5,49€) oder aber PuppetPals verwenden.

Zusatzfunktionen en passant erklären und ausprobieren

Zwischendurch werden weitere grundlegende Funktionen des iPads unmittelbar genutzt, zum Beispiel AirPlay, um die Ergebnisse gemeinsam zu sichten oder Air Drop, mit dessen Hilfe die Ergebnisse auf dem Lehrerrechner gesammelt und zu einem gemeinsamen Buch zusammengestellt werden können. Auch die Weitergabe von Bildern mit Hilfe der Share-Funktion wird in diesem Zusammenhang kurz als Basiswissen wiederholt.

StopMotion-Filme – Gedichte aktiv umsetzen

In einem zweiten Teil, der häufig nach der Mittagspause im Suppenkoma liegt, wird den Teilnehmern in einem kurzen Überblick der Umgang mit der App StopMotion Studio. Die wichtigsten Funktionen zum Umgang mit diesem Programm finden Sie in meinem Blogbeitrag: Film ab: Stop-Motion-Filme mit dem iPad im Unterricht erstellen

Dieses Mal ging es darum eine Auswahl von Gedichten ganz lehrplankonform kreativ umsetzen zu können. Ob mit Lego-Figuren, Russischbrot, Nudelbuchstaben oder dem Bären-Schule-Set von Haribo, relativ schnell kommen die Teilnehmer so zu respektablen Ergebnissen.

Dabei entstanden Filme zu Eugen Gomringers Gedicht Wind, zu Frank Endrikats „Wühlmaus“ oder zu Ernst Jandls „Im Park“, insgesamt sehr schöne Umsetzungen. Hier können Sie die entstandenen Videos ansehen: „Wind“, „Wühlmaus“ sowie „Im Park“

 

Die fertigen Filme lassen sich anschließend nicht nur in iMovie schneiden und vertonen, sondern sie können selbstverständlich auch in das eigene BookCreator-Buch importiert und somit Teil des eigenen Portfolios werden.

Alternativ kann auch gezeigt werden, wie mit der App Garage Band auf einfachste Weise ein Hörspiel oder ein Podcast produziert werden kann, z.B. mit Hilfe des kostenlosen didaktischen Materials: Ein Märchen spielen, sprechen, lesen – Lerneinheit mit Unterrichtsmaterial und didaktischen Anregungen (Auditorix).

Beispielhafte Apps zum individuellen Arbeiten

Abschließend werden verschiedene Apps aus dem Bereich Deutsch als Zweitsprache (Einstieg Deutsch – kostenlos, MultiDingsda- teuer), Mathematik (SliceFractionsKönig der Mathematik, MathFight), dem Fach Sachkunde (Google Earth, Erde 3-D, Wo liegt das?) als Möglichkeit für individualisierendes Arbeiten im Unterricht kurz vorgestellt.

Weitere Hinweise auf Apps

Als Übersicht über zu verwendende Apps eignet sich das Papier der Medienberatung Steinfurt, sowie die kollektiv erstellte Übersicht über sämtliche Apps, die für den Unterricht geeignet sind (auch für Android und Windows Tablets), die vor einiger Zeit auf diesem Blog gestartet wurde.

Digitales Lernen im Fach – Grundlagenwerke Deutsch & Geschichte

Der Einsatz digitaler Medien erfolgt sinnvoller Weise nicht etwa in einem Fach „Digitale Medien“, sondern bietet sämtlichen Fächern in der Schule vielfältige Chancen, die man als Lehrender dann nutzen kann, wenn man eine Idee davon hat, was man mit digitalen Medien im Unterricht erreichen kann.

Natürlich lassen sich grundlegende Überlegungen zur Didaktik des Lernens mit Digitalen Medien anstellen, aber auch die einzelnen Fächer müssen sich konkret aufstellen. Die folgenden Werke stellen dazu einen guten Einstieg dar, sind aber sicher nicht die einzigen zum Thema (bitte wichtige Hinweise gerne in den Kommentaren ergänzen).

In den letzten Wochen sind einige praxisorientierte Bücher – für manchen Kollegen sicher ein guter Einstieg – erschienen, die sich mit dem Einsatz von Computer, iPad und Co. im Unterricht der einzelnen Fächer beschäftigen und die daher für jeden Fachlehrer eine unabdingbare Lektüre darstellen. Einige davon möchte ich hier kurz vorstellen:

Deutsch

Als Grundlagenwerk für das Fach Deutsch dürfte sich Philipp Wampflers Neuerscheinung „Digitaler Deutschunterricht“ entpuppen. Auf der Seite des Verlages kann man in das Buch hineinlesen. Wampfler erläutert, welche produktiven und kreativen Ideen sich mit Hilfe digitaler Werkzeuge im Deutschunterricht verwirklichen lassen. In einem ersten Teil werden diese praktischen Anwendungen theoretisch unterfüttert. Hier können sie sich selbst einen Eindruck vom Buch verschaffen.

Für die Grundschule sei auf die beiden Bände „Deutsch digital“ verwiesen, die in einem Theorie- und einem Praxisband wesentliche Ideen vorstellen. Hier finden Sie eine Übersicht über den Inhalt.

Geschichte

Auch für das Fach Geschichte ist frisch aus der digitalen Druckerpresse ein neues Werk erschienen. Es handelt sich um das Praxis-Handbuch Historisches Lernen und Medienbildung. Noch habe ich kein Exemplar in Händen halten dürfen, der Verlagstext aber verspricht:

BernsenKerber.inddDas Praxishandbuch stellt Unterrichtstechnologien, Werkzeuge und Einsatzszenarien zur Arbeit mit digitalen Medien im Geschichtsunterricht vor. Erkenntnisse des computervermittelten Arbeiten und Lernens, der Visual History, der Zeitgeschichte, der Medientheorie und -pädagogik haben den Blick auf digitale Materialien als Quellen historischer Erkenntnis erweitert und verändert. Visuelle Darstellungen und Bilder haben dadurch gegenüber einer traditionell starken Textorientierung an Bedeutung für die Geschichtswissenschaft (iconic turn) und den Unterricht gewonnen.

Der Autor, Daniel Bernsen, ist ein versierter Kollege, der seit Jahren mit Schülerinnen und Schülern, aber auch mit Referendaren in diesem Bereich arbeitet und einen erstklassigen Blog zum Thema betreibt.

Unverzichtbar übrigens auch das Buch „Geschichte lernen im Digitalen Wandel“, das vom Arbeitskreis Geschichtsdidaktik und digitaler Wandel veröffentlicht wurde und dort auch online gelesen werden kann.

Naturwissenschaften

Durch Zufall bin ich auf diese Werke gestoßen, da gibt es sicher aber auch noch weitere, die ich als Geisteswissenschaftler kaum beurteilen kann.

Im Fach Chemie sei verwiesen auf den Basistext „Computer und Multimedia im Chemieunterricht heute – Eine Einordnung aus didaktischer und lerntheoretischer Sicht“, der als PDF kostenlos heruntergeladen werden kann und

Hilfestellung geben [will], den aktuellen Stand der erziehungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Forschung kennen zu lernen, den Sinn des Computereinsatzes im Chemieunterricht einzuschätzen und damit an der Fortentwicklung des Einsatzes dieser interessanten Technologien für das Lernen von Chemie mitwirken zu können. Computer und Multimedia im Chemie-Unterricht

Das Fach Biologie bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte zum mobilen Lernen, die in dem (bereits 2013 erschienenen) Heft „Mobiles Lernen digital“ gut umrissen werden. Eine Idee bekommt man auch durch den Blog „Biologiedidaktik mal anders“.

Ich freue mich über weitere Hinweise über maßgebliche Werke in den Kommentaren

Interaktive Tafelsoftware: Notebook, Classflow und das Tablet…

Im Unterricht wird immer wieder die Tafel benutzt, ob von Schülerinnen und Schülern oder Lehrern. Ein Vorteil der Digitalisierung ist sicherlich, dass man SuS die Tafelbilder problemlos zur Verfügung stellen kann, indem man diese mit dem Smartphone abfotografiert und z.B. über Moodle zugänglich macht oder über Twitter…

Will man das Tafelbild direkt mit Hilfe des Computers und einer digitalen Tafel erstellen, gibt es unterschiedliche White-Board-Software, die zu den verschiedenen Hardware-Systemen gehört. Prinzipiell arbeiten diese mehr oder weniger gut mit den Softwareangeboten zusammen. Momentan sind die bekanntesten Systeme von interaktiven Tafeln (über Kommentare, Ergänzungen und Tipps diesbezüglich unten auf dieser Seite freue ich mich):

Meine bevorzugte Variante ist allerdings die Nutzung des iPads zur Erstellung von Tafelbildern. Hier ein einfaches Tafelbild, das mit Hilfe von Explain Everything erstellt wurde:

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Welche Software gibt es?

Zunächst muss man wissen, dass die verschiedenen Firmen ihre Software in der Regel nur für ihre eigenen interaktiven Tafeln lizensieren. Allerdings ist trotzdem häufig auch eine andere Nutzung möglich. Wer rechtlich sicher agieren möchte, dem sei die absolut kostenlose, nicht-kommerzielle Software OpenSankoré empfohlen.

Alle im folgenden genannten Tafel-Programme verfügen über die folgenden Grundfunktionen: „Interaktive Tafelsoftware: Notebook, Classflow und das Tablet…“ weiterlesen

Wer braucht noch interaktive Tafeln?

Da die neue Original-Smartboard-Software Notebook 14 leider nicht mehr kostenlos verfügbar ist, muss man sich – einmal ganz abgesehen von pädagogischen Bedenken bei der Nutzung von interaktiven Tafeln – sinnvolle Alternativen überlegen.

Alternative 1: Konsequent OpenSource-Software verwenden – Open Sankoré

Will man mit einer einfachen, kostenlosen Software die Notebook-Software von Smart ersetzen, bietet sich die Software Open Sankoré an.

Das Bedienungskonzept setzt auf intuitive und effiziente Bedienbarkeit. Insbesondere soll es sich auch an Lehrende, Schüler und Studierende richten, die keine besonderen technischen Vorkenntnisse haben.

Im Programm können jegliche Dokumententypen eingefügt werden (Text, Bilder, Flash Animationen, Videos). Alle Inhalte können auch mit Kommentaren versehen werden (zB ein PDF-Dokument).

Ein weiterer wichtiger Teil des Programms ist die Möglichkeit, Lerninhalte mit anderen zu teilen und fremde Inhalte zu übernehmen oder zu verbessern. Das kann unter anderem über die Internetseite Planète Sankoré erfolgen, auf der bereits vorhandene (derzeit überwiegend französischsprachige) Inhalte ausgetauscht werden.

Wikipedia

Die Macher verfolgen keine kommerziellen Interessen, die Software bleibt also langfristig kostenlos verfügbar und wird auch regelmäßig weiter entwickelt. Zudem ist sie sogar für Linux-System verfügbar. Nur die Version für Apples El Capitan lässt noch auf sich warten.

Ein großer Vorteil ist aus meiner Sicht auch, dass alle erstellten Inhalte auch in jedem Web-Browser problemlos angezeigt werden können, also nicht im System der Software gefangen sind.

Im übrigen ist es natürlich auch egal mit welchem White-Board-System man Open Sankorè verwendet, sei es mit dem Smartboard, dem Promethan Board, den interaktiven Beamern von Epson oder mit dem interaktiven Whiteboard mit Wii-Remote.


Alternative 2: Das iPad als interaktive Tafel verwenden – Explain Everything & Doceri

Allerdings muss man sagen, dass die Anschaffung interaktiver Tafeln zum Preis von 2000-3000€ ohnehin inzwischen überflüssig scheint, wenn man sieht, dass man mit dem iPad ganz ähnliche Zwecke erfüllen kann. Dazu benötigt man jeweilige App,

Dazu gibt es eine Vielzahl von Apps für das iPad, von denen ich zwei hier kurz vorstellen möchte.

Sehr einfach und vor allem intuitiv zu bedienen ist die App Explain Everything (3,99€), mit der sich sämtliche Funktionen der interaktiven Tafelsoftware vom iPad aus bedienen lassen. Dabei kann man, AppleTV vorausgesetzt, irgendwo im Klassenraum sitzen und sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die präsentierten Ergebnisse ansehen.

Zum zweiten ist die App Doceri sicherlich hilfreich, die für das iPad kostenlos ist, die mir allerdings in der Bedienung etwas weniger intuitiv erscheint als Explain Everything. Warum die App doch zu empfehlen ist, können Sie hier nachlesen.

Für diese Konstruktion entstehen Kosten von 400€ für das iPad, 400€ für den Beamer, 60€ für das AppleTV sowie 3,99€ für die App. Insgesamt also deutlich unter 1000€.

Alternative 3: Das iPad als als kooperative, interaktive Tafel – Baiboard

9266392370Allerdings kann man sich fragen, ob es nicht sinnvoll wäre, diese Technologie für Lehrer und Schüler gleichermaßen zu nutzen, eine Idee, die unter dem Stichwort „Demokratisierung des Beamers“ diskutiert wird. Mit 6-7 iPads, die auf Gruppen in der Klasse verteilt werden (oder natürlich mit eigenen Geräten), einem iPad für den Lehrer lassen sich alle Schülerergebnisse gleichermaßen leicht präsentieren.

Sei es nun mit Hilfe des AppleTVs (und einer der genannten Apps) oder mit Hilfe der interaktiven und kooperativen App Baiboard. Baiboard ermöglicht es von verschiedenen Geräten aus auf eine gemeinsame (oder gruppenspezifische) Tafel-Fläche zuzugreifen und dort gemeinsam seine Ergebnisse zu sammeln und zu präsentieren. Damit ergibt sich eine neue, pädagogisch sinnvolle Nutzung digitaler Tafeln.

Die Kosten für diese Lösung, bei der aber wohl gemerkt alle Schülerinnen und Schüler aktiv werden können, liegen bei 3000-4000€ und damit immer noch unter den Kosten für eine gut ausgestattete interaktive Tafel.

Ein Blick in die nahe Zukunft?

Natürlich ist es schon heute möglich auch das iPadPro (oder vergleichbare Geräte), das ich für Lehrerinnen und Lehrer für besonders geeignet halte, im Unterricht zu verwenden, aber da wird in den kommenden Jahren noch viel passieren müssen. Wenn man es nutzt hat es aber viele Vorteile:

5559643094Zum einen erleichtert alleine die Größe des iPad Pro enorm handschriftliches Arbeiten, da die Größe des Bildschirms fast einer A4 Seite entspricht und man um sauber zu schreiben nicht mehr in das Dokument hinein zoomen muss.

Der zweite große Vorteil ist der Handballenschutz, der im neuen iPad Pro fest integriert ist. Es ist nicht mehr erforderlich, innerhalb der Notizenapp eine Handballenablage zu aktivieren, das war ein abgedeckter Bereich, der keine Stifteingaben annimmt, um zu verhindern, dass man versehentlich mit dem Handballen Punkte oder Striche erzeugt.

So fasst der Blog Schule-Apps die Vorteile zusammen.

Nachtrag nach dem Besuch der Didacta am 17.02.2016:

Nach dem Besuch der Didacta muss ich meine Meinung vielleicht ein wenig revidieren. Die neuen interaktiven Tafeln, zum Beispiel Promethans interaktive Flachbildschirme, kommen ganz ohne Beamer aus, haben eine großartige Auflösung und funktionieren letztenendes ähnlich wie riesige Tablets und sind so für Präsentationszwecke im Klassenraum vielleicht noch besser geeignet als nur Beamer. Allerdings reicht der Preis durchaus an die Kosten für eine klassische interaktive Tafel heran. Großer Vorteil allerdings: es lassen sich alle Inhalte von Android-Geräten, seien es Smartphones oder Tablets, aber auch von iOS Geräten, also zum Beispiel vom iPad, ohne weitere Zusatzgeräte spiegeln. Zudem gibt es rechts und links optional einfache Whiteboards als Flügel, die man benutzen kann, wenn man auf die elektronische Unterstützung verzichten möchte.