Für Einsteiger: Digitale Medien im Geschichtsunterricht

Für eine LehrerInnen-Fortbildung, die als Einführung in die Nutzung digitaler Medien im Geschichtsunterricht gedacht ist, habe ich eine Präsentation erstellt, die auf die aus meiner Sicht wichtigsten bzw. gängigsten Seiten für Geschichtslehrer jeweils verlinkt. Dank wesentlicher Tipps von von Daniel Bernsen, dessen Blog „Medien im Geschichtsunterricht“ ich natürlich auch aufgenommen habe, hoffe ich, dass es eine gelungene Zusammenstellung ist. Wer kluge Ergänzungen hat, darf diese gerne in den Kommentaren hinzufügen. Ich werde diese dann in die Präsentation integrieren.

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Die Präsentation wurde übrigens mit Hilfe von Bunkrapp.com erstellt, einer sehr guten Seite – noch im Beta-Statium -, mit deren Hilfe man sehr leicht interaktive Präsentationen erstellen kann, die zudem noch gut aussehen. Die Bilder stammen alle von Pixabay.com und sind gemeinfrei.

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Digitaler Erfahrungsersatz

Beim Lesen von gerade erschienen Blogeinträgen von Bob Blume und  Philipp Wampfler zur Frage danach, ob wir Digitalisierung in der Schule brauchen, ist mir aufgefallen, dass mir Digitalisierung genau genommen völlig egal ist, wenn auch unverzichtbar. Es geht um etwas ganz anderes.

Liest man im Standardwerk für die Lehrerausbildung „Leitfaden Schulpraxis“ nach, was beim Lernen denn eigentlich passiert, dann

„nimmt – allgemein gesprochen – eine Schülerin/ein Schüler Umwelterfahrungen auf, die er/sie verarbeitet und aktiv in die Struktur des bereits bestehenden Wissen eingliedert, mi dem Ziel, auf dies neuen Erkenntnisse zu einem späteren Zeitpunkt zurückgreifen zu können.“ (Bovet/Huwendiek, S. 170)

Es geht also beim Lernen um die wie auch immer geartete Speicherung von Umwelterfahrungen.

Das geht vor allem und am unmittelbarsten, wenn man gerade in der zu erfahrenden Umwelt unterwegs ist, sei es das Pferd im Stall, über das ich dort lernen kann, sei es die Wüste, in der ich unterwegs bin, sei es das Freilichtmuseum. Ich lerne!

In der Schule ist das mit der Unmittelbarkeit aber so eine Sache. Da gibt es vielleicht lebende Fische im Aquarium, ausgestopfte Modelle von Steinmardern (gibt’s die noch?), große Wandkarten mit detailgetreuen Abbildungen des Igels. Vielleicht auch Filme über das Pferd oder die Wüste. Außerdem informieren natürlich Schulbücher und Arbeitsblätter die interessierten Schülerinnen und Schüler über dies oder jenes, was es zu lernen gilt.

 „Wo [eine direkte Umwelterfahrung] nicht möglich ist, müssen Mittler (lat. Media) […] eingesetzt werden. Man kann also in einer allgemeinen Definition sagen, dass der Begriff Unterrichtsmedien all diejenigen Hilfsmittel bezeichnet, die als Erfahrungsersatz oder als Stellvertreter für die Wirklichkeit im Klassenraum zum Einsatz kommen.“ (Bovet/Huwendiek, S. 170).

Daraus lese ich, dass es eigentlich beim Lernen um Umwelterfahrung geht, die wir als Unterrichtende aber häufig über Medien vermitteln, um den Schülern einen „Erfahrungsersatz“ zu ermöglichen, und sei es nur, dass wir statt ins Theater zu gehen, den Faust von den Schülerinnen und Schülern im Stillen lesen lassen.

Besser wäre also, wenn alle Schülerinnen und Schüler die Umwelterfahrung selbst machen. So wird es im Jahr 2064 in Deutschland sein, wenn man Martin Walker und seinen gut fundierten Schilderungen im Roman „Germany 2064“ glauben will:

„Aus Bildungsreformen waren Schulen hervorgegangen, von denen Klaus als Kind nur hätte träumen können. Jeder Schüler lernte heute ein Musikinstrument spielen und Noten lesen. An jeder Schule gab es Musiklehrer, einen Chor und Theaterpädagogen, die mit jeder Klasse einmal im Jahr ein Stück auf die Bühne brachten. Jede Schule hatte ihre eigene Küche, in der Jungen und Mädchen kochen lernten und über gesunde Ernährung aufgeklärt wurden. […] Alle Eltern freuten sich […] auf das inzwischen traditionelle Fest zum Schuljahresende, bei dem die Schüler ihre Eltern und Lehrer mit einem Drei-Gänge-Menü bewirteten. […] Es gab Werkstätten an Schulen, in denen Mädchen und Jungen lernten, Holz und Metall zu bearbeiten, Fahrräder zu reparieren und Wände aus Ziegelstein zu errichten. Im Physiklabor löteten und überprüften die Schüler elektrische Schaltkreise; sie probierten sich an Computerprogrammen aus und bauten Radioempfänger zusammen. Zur Standardausstattung zählte auch ein Schulgarten samt Gewächshaus, in dem die Schüler das Gemüse und die Kräuter anbauten, die später in der Küche verarbeitet wurden. Aus den Früchten der Streuobstwiese pressten sie köstliche Säfte. Im Hühnergene und im Schweinestall lernten die Kinder den Umgang mit Tieren, an die sie Tag für Tag jeweils geeignete Essenreste aus der Küche verfütterten. Die Eltern wurden ermuntert, sich nach Belieben am Schulleben zu beteiligen. Klaus lud zum Beispiel jedes Jahr eine Abschlussklasse zu sich auf den Weinberg ein. Die Schüler halfen bei der Weinlese und er zeigen ihnen, wi die Trauben zu Maische verarbeitet wurden und die Rückstände vom Most getrennt wurden. […] Jedes Jahr im April veranstalten die Schulen einwöchige Klassenfahrten. […] In ganz Deutschland traf man Schüler an, die täglich zehn bis fünfzehn Kolieret über Land wanderten. Sie lernen, Karten zu lesen, ihre Zelte aufzubauen, Latrinen auszuheben, sich selbst mit Trink- und Waschwasser zu versorgen und ihr Essen zuzubereiten.“ (S. 307-309).

In diesen Schulen geht es vor allem um „Umwelterfahrung“, offenbar fast ohne „Erfahrungsersatz“; Medien im oben genannten Wortsinn werden hier so gut wie überflüssig, stattdessen geht es um die Erfahrung von Wirklichkeit, auch von digitaler übrigens.

Aber soweit sind wir 2016 (noch) nicht, auch wenn außerschulische Lernorte eine immer größere Rolle spielen, auch wenn Schulen sich verändern. Solange das so ist, sollten wir so oft wie möglich unsere digitalen „Kulturzugangsgeräte“ nutzen, um die Welt-Erfahrung der Kinder und Jugendlichen so gut wie möglich zu machen. Wir sollten alles an digitalen Inhalten, das es uns ermöglicht, einer echten Umwelterfahrung so nah wie möglich zu kommen, für unsere Schüler bereit halten: Rezeption von Filmen, interaktiven Karten, Erklärvideos, Wikipedia- und allen anderen Online-Texten und -Medien, vor allem aber auch digitale Werkzeuge zur Produktion und Veröffentlichung von Inhalten in Blogs oder ePortfolios und natürlich digitale Mittel, um miteinander zu kooperieren und zu kollaborieren. Für die Schüler sind diese Medien Teil ihrer Wirklichkeit und sie eignen sich hervorragend um Wirklichkeit ganz anders und unmittelbarer zu ver-mitteln.

Wie Lisa Rosa sagt:

„Wer solchen Zugang zur Teilhabe am Dauergespräch der Kultur mit sich selbst nicht nutzt, obwohl er ihn hat, wählt die Unmündigkeit für die Kultur des 21. Jahrhunderts.“

Um Bob Blumes Fragen zu beantworten:

„Meine erste Frage lautet: Brauchen wir die Digitalisierung wirklich? Meine zweite Frage lautet: In welchem Umfang brauchen wir sie überhaupt? Meine dritte Frage lautet: Beschäftigen wir uns mit den falschen Themen?“

Der Einsatz digitaler Medien ermöglicht, erzwingt, erwartet Weltwahrnehmung, ohne aus dem Blick zu verlieren, dass Lehrkräfte„explizit […] machen, welche Lerneffekte sie beobachten und mit dem Einsatz bestimmter Methoden verstärken können.“ Wie die Referendarin Lotta klassisch formuliert: „Und soll Schule nicht an die Lebenswelt der Schüler anknüpfen?“ Die Frage schließlich, ob wir uns mit den falschen Themen beschäftigen, sollte vielleicht an die Lehrplanmacher gestellt werden…

Wer braucht noch interaktive Tafeln?

Da die neue Original-Smartboard-Software Notebook 14 leider nicht mehr kostenlos verfügbar ist, muss man sich – einmal ganz abgesehen von pädagogischen Bedenken bei der Nutzung von interaktiven Tafeln – sinnvolle Alternativen überlegen.

Alternative 1: Konsequent OpenSource-Software verwenden – Open Sankoré

Will man mit einer einfachen, kostenlosen Software die Notebook-Software von Smart ersetzen, bietet sich die Software Open Sankoré an.

Das Bedienungskonzept setzt auf intuitive und effiziente Bedienbarkeit. Insbesondere soll es sich auch an Lehrende, Schüler und Studierende richten, die keine besonderen technischen Vorkenntnisse haben.

Im Programm können jegliche Dokumententypen eingefügt werden (Text, Bilder, Flash Animationen, Videos). Alle Inhalte können auch mit Kommentaren versehen werden (zB ein PDF-Dokument).

Ein weiterer wichtiger Teil des Programms ist die Möglichkeit, Lerninhalte mit anderen zu teilen und fremde Inhalte zu übernehmen oder zu verbessern. Das kann unter anderem über die Internetseite Planète Sankoré erfolgen, auf der bereits vorhandene (derzeit überwiegend französischsprachige) Inhalte ausgetauscht werden.

Wikipedia

Die Macher verfolgen keine kommerziellen Interessen, die Software bleibt also langfristig kostenlos verfügbar und wird auch regelmäßig weiter entwickelt. Zudem ist sie sogar für Linux-System verfügbar. Nur die Version für Apples El Capitan lässt noch auf sich warten.

Ein großer Vorteil ist aus meiner Sicht auch, dass alle erstellten Inhalte auch in jedem Web-Browser problemlos angezeigt werden können, also nicht im System der Software gefangen sind.

Im übrigen ist es natürlich auch egal mit welchem White-Board-System man Open Sankorè verwendet, sei es mit dem Smartboard, dem Promethan Board, den interaktiven Beamern von Epson oder mit dem interaktiven Whiteboard mit Wii-Remote.


Alternative 2: Das iPad als interaktive Tafel verwenden – Explain Everything & Doceri

Allerdings muss man sagen, dass die Anschaffung interaktiver Tafeln zum Preis von 2000-3000€ ohnehin inzwischen überflüssig scheint, wenn man sieht, dass man mit dem iPad ganz ähnliche Zwecke erfüllen kann. Dazu benötigt man jeweilige App,

Dazu gibt es eine Vielzahl von Apps für das iPad, von denen ich zwei hier kurz vorstellen möchte.

Sehr einfach und vor allem intuitiv zu bedienen ist die App Explain Everything (3,99€), mit der sich sämtliche Funktionen der interaktiven Tafelsoftware vom iPad aus bedienen lassen. Dabei kann man, AppleTV vorausgesetzt, irgendwo im Klassenraum sitzen und sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die präsentierten Ergebnisse ansehen.

Zum zweiten ist die App Doceri sicherlich hilfreich, die für das iPad kostenlos ist, die mir allerdings in der Bedienung etwas weniger intuitiv erscheint als Explain Everything. Warum die App doch zu empfehlen ist, können Sie hier nachlesen.

Für diese Konstruktion entstehen Kosten von 400€ für das iPad, 400€ für den Beamer, 60€ für das AppleTV sowie 3,99€ für die App. Insgesamt also deutlich unter 1000€.

Alternative 3: Das iPad als als kooperative, interaktive Tafel – Baiboard

9266392370Allerdings kann man sich fragen, ob es nicht sinnvoll wäre, diese Technologie für Lehrer und Schüler gleichermaßen zu nutzen, eine Idee, die unter dem Stichwort „Demokratisierung des Beamers“ diskutiert wird. Mit 6-7 iPads, die auf Gruppen in der Klasse verteilt werden (oder natürlich mit eigenen Geräten), einem iPad für den Lehrer lassen sich alle Schülerergebnisse gleichermaßen leicht präsentieren.

Sei es nun mit Hilfe des AppleTVs (und einer der genannten Apps) oder mit Hilfe der interaktiven und kooperativen App Baiboard. Baiboard ermöglicht es von verschiedenen Geräten aus auf eine gemeinsame (oder gruppenspezifische) Tafel-Fläche zuzugreifen und dort gemeinsam seine Ergebnisse zu sammeln und zu präsentieren. Damit ergibt sich eine neue, pädagogisch sinnvolle Nutzung digitaler Tafeln.

Die Kosten für diese Lösung, bei der aber wohl gemerkt alle Schülerinnen und Schüler aktiv werden können, liegen bei 3000-4000€ und damit immer noch unter den Kosten für eine gut ausgestattete interaktive Tafel.

Ein Blick in die nahe Zukunft?

Natürlich ist es schon heute möglich auch das iPadPro (oder vergleichbare Geräte), das ich für Lehrerinnen und Lehrer für besonders geeignet halte, im Unterricht zu verwenden, aber da wird in den kommenden Jahren noch viel passieren müssen. Wenn man es nutzt hat es aber viele Vorteile:

5559643094Zum einen erleichtert alleine die Größe des iPad Pro enorm handschriftliches Arbeiten, da die Größe des Bildschirms fast einer A4 Seite entspricht und man um sauber zu schreiben nicht mehr in das Dokument hinein zoomen muss.

Der zweite große Vorteil ist der Handballenschutz, der im neuen iPad Pro fest integriert ist. Es ist nicht mehr erforderlich, innerhalb der Notizenapp eine Handballenablage zu aktivieren, das war ein abgedeckter Bereich, der keine Stifteingaben annimmt, um zu verhindern, dass man versehentlich mit dem Handballen Punkte oder Striche erzeugt.

So fasst der Blog Schule-Apps die Vorteile zusammen.

Nachtrag nach dem Besuch der Didacta am 17.02.2016:

Nach dem Besuch der Didacta muss ich meine Meinung vielleicht ein wenig revidieren. Die neuen interaktiven Tafeln, zum Beispiel Promethans interaktive Flachbildschirme, kommen ganz ohne Beamer aus, haben eine großartige Auflösung und funktionieren letztenendes ähnlich wie riesige Tablets und sind so für Präsentationszwecke im Klassenraum vielleicht noch besser geeignet als nur Beamer. Allerdings reicht der Preis durchaus an die Kosten für eine klassische interaktive Tafel heran. Großer Vorteil allerdings: es lassen sich alle Inhalte von Android-Geräten, seien es Smartphones oder Tablets, aber auch von iOS Geräten, also zum Beispiel vom iPad, ohne weitere Zusatzgeräte spiegeln. Zudem gibt es rechts und links optional einfache Whiteboards als Flügel, die man benutzen kann, wenn man auf die elektronische Unterstützung verzichten möchte.

10 Argumente für Tablets statt Notebooks. Eine Meinung

Aufgrund der Frage eines Schulleiters, ob es gute Argumente für den Einsatz von Tablets anstelle von Notebooks im Unterricht gibt, möchte ich die wichtigsten Argumente aus meiner Sicht anfügen:

  1. Tablets lassen sich in jedem Fach auch für kurze Phasen in den Unterricht integrieren. Im Gegensatz zu Notebooks starten Tablets unmittelbar und sind somit sofort einsetzbar. Sie können auch für kürzere Arbeitsphasen sinnvoll eingesetzt werden. Bei Nichtnutzung legen die SuS die Geräte umgedreht auf die Tische.
  2. Tablets ermöglichen es, sich auszusuchen, wo man lernt. Da die Geräte flexibel sind, kann jeder Schüler selbst entscheiden, wo er mit dem Gerät lernt. Ob in der Bibliothek, im Klassenraum oder auf dem Schulhof – der Lernort kann frei gewählt werden.
  3. 2015-09-24 16.54.34Tablets sind leicht und lassen sich ohne Aufwand und in beliebige Stückzahlen unterteilt transportieren. Auch größere Mengen Tablets müssen nicht mit einem sperrigen Wagen durch die Schule transportiert werden, sondern können, mal in 10er-Packs für eine Gruppenarbeit (verteilt auf drei Klassen), mal in 30er-Stückzahl für die Einzelarbeit im Klassenverband in der Schule in der Schule eingesetzt werden, je nach den Erfordernissen, die durch Inhalte, Lehrpläne und die Wünsche von Lehrern und Schülern formuliert sind.
  4. Auf Tablets gibt es zahlreiche Apps speziell für den unterrichtlichen Gebrauch von Lehrern und Schülern. Es gibt natürlich auch Programme für Notebooks, die sinnvolle unterrichtliche Arbeit ermöglichen, aber die Auswahl an didaktischen Apps ist unübertroffen. Seien es Apps für die Produktion von Büchern, Filmen, Fotos, Musik – einfach und intuitiv bedienbar sind diese Apps für Schüler allemal und damit bleibt für den wichtigen Fachunterricht mehr Zeit.
  5. Wer Fachunterricht digital stützen möchte, ist mit Tablets besser bedient. Will man das Fach Informatik unterrichten, würde ich mit Einschränkungen Notebooks oder feste Computer empfehlen,  für die üblichen Einsätze im Deutsch- oder Mathematikunterricht, im Fach Gesellschaftslehre oder Physik … Es geht hier immer um Lektüre und Recherche, produktive und kreative Arbeit, interaktives Üben, Kollaboration oder die Dokumentation von Unterrichtsinhalten. Hier ist das Tablet die bessere Wahl, weil es flexibler zu nutzen ist.
  6. Tablets ermöglichen einfache, intuitive Multimedia-Produktion. Im Gegensatz zu Notebooks lassen sich die viel mobileren Tablets auch für Film- und Fotoproduktion, Tonaufnahmen an allen gewünschten Orten verwenden, sei es zum Zeitzeugeninterview im Altenwohnhaus oder zum Actiondreh im Sportunterricht. Damit lassen sich unterrichtliche Projekte in schneller und einfacher Form verwirklichen, ohne viel technisches Vorwissen.
  7. Tablets eignen sich inzwischen sehr gut für die Textverarbeitung. Es gibt inzwischen außer gängigen Office-Lösungen zahlreiche auf schulische Vorgehensweisen spezialisierte Apps (z.B. Notability), die gute Textarbeit – handschriftlich und getippt – ermöglichen. Ohne Probleme lassen sich inzwischen auch Tastaturen anbinden, sodass die Argumentation von Christoph Pallaske aus dem Jahr 2012 mir inzwischen nicht mehr recht überzeugend erscheint.
  8. iPads lassen sich zentral pflegen. Im Gegensatz zu Notebooks lassen sich die Apple-Tablets – und bisher nur diese – durch eine zentrale Software auf einen Rutsch verwalten. Der Aufwand für eine solche Verwaltung auf Notebooks scheint mir höher.
  9. Von Tablets lässt sich gut präsentieren. Ob mit dem iPad, einem Android-Tablet oder mit einem Surface: Mit Hilfe kabelloser Empfänger lassen sich alle Schülerergebnisse problemlos von jedem Schülerplatz aus mit dem Beamer präsentieren. Ohne Kabel!
  10. Die Akkulaufzeit von Tablets ist hoch. Wer ein Notebook mit einer einem Tablet vergleichbaren Akkulaufzeit (10 Stunden) kaufen möchte, landet leicht bei Kaufpreisen von über 1000€.

Weitere Argumente für den Einsatz von Tablets bietet der Film zum Mobilen Lernen, der in Kürze im Rhein-Kreis Neuss auch online auf der EDMOND-Plattform verfügbar ist.

„Darf ich denn jetzt eigentlich Seiten aus dem Schulbuch scannen?“

Und am Ende noch den Schülerinnen und Schülern per Mail zuschicken? In einer meiner Fortbildungen kam genau diese Frage im Zusammenhang mit Copyright-Bestimmungen bei Fotos auf.

Eine ausführliche Antwort darauf gibt wieder einmal eine Seite des Lehrerfreunds. Kurz gesagt: Ich darf natürlich schon, aber nur in sehr begrenztem Umfang. Per Mail verteilen ist dabei auch möglich, aber keinesfalls eine Verbreitung über Lernplattformen wie Moodle. Genaueres findet sich anhand von eindeutigen Fragestellungen auf der Seite des Verbands für Bildungsmedien.

Wer bei Bildern sicher gehen will, dem seien für den Einsatz in der Unterrichtsvorbereitung, aber auch für die Nutzung mit Schülergruppen die beiden folgenden Bildersuchmaschinen empfohlen.

Pixabay – hier gibt es gemeinfreie Bilder, das heißt alle Bilder dürfen für alle Zwecke kostenfrei genutzt werden.

Photos for Class – die hier gefundenen Bilder hier werden aus Flickr herausgesucht und mit einer passenden Lizenz (kleiner schwarzer Kasten nach dem Download, Beispiel siehe Beitragsbild oben) direkt im Foto versehen. Danach kann man die Fotos problemlos nutzen, weil die Rechte eingehalten sind.

Wollen Sie Schülerinnen und Schüler eine rechtlich einwandfreie Nutzung beibringen, können Sie diese Info-Seite zu den wichtigsten Regelungen nutzen.

Bei youtube-Videos gelten die in diesem Blogbeitrag genannten Regeln.

Moodle-Einführung in didaktischen Häppchen

Wer mit Moodle arbeiten möchte, insbesondere, wer neu mit Moodle arbeitet, für den sind die Erläuterungen auf der Seite der bayerischen Medienberatung ganz großartig.

In kleinen Häppchen wird hier nicht nur jede einzelne Aktivität und Materialvariante genau erläutert und ihr Einsatz erläutert, sondern es gibt auch sinnvolle didaktische Kommentare, dies selbst für langjährige Moodle-Nutzer oft interessant sind. Hier finden sich klug ausgewählte Einsatzszenarien für die einzelnen Elemente, die die Arbeit mit Moodle sicherlich bereichern können.

Viel Spaß bei der Nutzung dieser klugen Materialien.