Das iPad in Lehrerhand

Es gibt natürlich noch viele weitere Anwendungen, die einem als Lehrerin und Lehrer das Leben erleichtern, aber die hier aufgestellte Übersicht – die sich mit Sicherheit im Laufe der Zeit verändern wird – zeigt, wie sich das iPad im Lehreralltag sinnvoll einsetzen lässt. Ergänzungen und Kommentare sind herzlich willkommen!

Zu Hause bei der Unterrichtsvorbereitung

Zu Hause lässt sich das iPad natürlich gut für die Unterrichtsvoreberieung einsetzen. Ob ich nun Digitale Schulbücher nutze, mich mit Hilfe von iBooks oder Scook inhaltlich vorbereite oder mit Hilfe des Browsers im Netz recherchiere (z.B. auf der Suche nach legal nutzbaren Bildern, wie es sie bei Pixabay oder Photosforclass oder mit Hilfe der NRW-Lehrer-Suchmaschine learnline). Ob ich meine Arbeitsblätter mit Pages erstelle oder mit Scannable (Urheberrecht beachten) Inhalte zusammenstelle, das iPad bietet mir viele Planungs- und Vorbereitungsmöglichkeiten.

Will ich legal Filme mit dem iPad nutzen kann ich mit Hilfe der Software Documents und der (für Lehrer im Rhein-Kreis Neuss kostenlosen) Unterrichtsfilmplattform Edmond passende Filme für die Unterrichtsgestaltung finden.

Um meine Inhalte zu sichern, eignen sich Dateimanager wie
Documents oder der etwas teurere Filebrowser. Mit Hilfe dieser Browser kann ich in meiner Dropbox (Achtung Datenschutz!), aber auch im NRW-System Logineo, das sich momentan im Aufbau befindet, alle meine Daten speichern und ggf. weitergeben.

In Schule und Unterricht

Will ich mit dem iPad präsentieren, muss ich natürlich die technischen Voraussetzungen schaffen, ob ich es nun etwas oldfashioned mit dem VGA-Kabel (+Adapter) oder dem HDMI-Kabel (+Adapter) direkt mit dem Beamer verbinde oder aber kabellos mit Hilfe von HDMI-Kabel und AppleTV oder mit dem weitaus günstigeren EZCast, ist dabei für das Ergebnis fast egal. Ich kann alles, was ich auf dem iPad habe, problemlos mit dem Beamer präsentieren.

Natürlich lässt sich das iPad als auch ganz einfach als Dokumentenkamera nutzen, mit der neuen Split-Screen-Funktion kann ich sogar nur die eine Seite zeigen. Was auf der anderen zu sehen ist, kann nur ich sehen.

Es gibt natürlich auch spezielle Apps zum Präsentieren. So lassen sich auch analoge Postits mit der Postit-App in den Unterricht einbinden. Digitale Präsentationen kann ich mit Hilfe von Keynote erstellen und darstellen. Will ich eine interaktive Tafel, kann ich Doceri oder Explain Everything verwenden. Sollen außer mir noch andere auf die digitale Tafel zugreifen, kann ich dazu Baiboard nutzen. Alle erstellten Tafelbilder lassen sich mit Hilfe dieser Apps auch speichern und weitergeben.

In Sammlungsphasen bietet sich auch die Nutzung von Mindmapping-Programmen, wie Mindmeister oder Popplet an.

Mobile Endgeräte als eignen sich auch, um Feedback einzuholen oder den Schülern (und Eltern) Feedback zu geben. ClassDojo (Achtung Datenschutz beachten) ist so eine App.

Auch meine Kurs- und Notenverwaltung kann ich mit Hilfe des iPads organisieren, so lässt sich mit TeacherTool (27€), eine Version gibt es für eine Klasse kostenlos zum testen, sowohl der eigene Stundenplan als auch die gesamte Funktionalität von Notenbuch und Kursheft abbilden.

Für einzelne Fächer gibt es zudem noch zahlreiche Anwendungen und Apps, die hier aber nicht mehr aufgeführt werden können.

Diese Fortbildung können Sie über das KTeam im Rhein-Kreis Neuss kostenlos buchen.

10 Argumente für Tablets statt Notebooks. Eine Meinung

Aufgrund der Frage eines Schulleiters, ob es gute Argumente für den Einsatz von Tablets anstelle von Notebooks im Unterricht gibt, möchte ich die wichtigsten Argumente aus meiner Sicht anfügen:

  1. Tablets lassen sich in jedem Fach auch für kurze Phasen in den Unterricht integrieren. Im Gegensatz zu Notebooks starten Tablets unmittelbar und sind somit sofort einsetzbar. Sie können auch für kürzere Arbeitsphasen sinnvoll eingesetzt werden. Bei Nichtnutzung legen die SuS die Geräte umgedreht auf die Tische.
  2. Tablets ermöglichen es, sich auszusuchen, wo man lernt. Da die Geräte flexibel sind, kann jeder Schüler selbst entscheiden, wo er mit dem Gerät lernt. Ob in der Bibliothek, im Klassenraum oder auf dem Schulhof – der Lernort kann frei gewählt werden.
  3. 2015-09-24 16.54.34Tablets sind leicht und lassen sich ohne Aufwand und in beliebige Stückzahlen unterteilt transportieren. Auch größere Mengen Tablets müssen nicht mit einem sperrigen Wagen durch die Schule transportiert werden, sondern können, mal in 10er-Packs für eine Gruppenarbeit (verteilt auf drei Klassen), mal in 30er-Stückzahl für die Einzelarbeit im Klassenverband in der Schule in der Schule eingesetzt werden, je nach den Erfordernissen, die durch Inhalte, Lehrpläne und die Wünsche von Lehrern und Schülern formuliert sind.
  4. Auf Tablets gibt es zahlreiche Apps speziell für den unterrichtlichen Gebrauch von Lehrern und Schülern. Es gibt natürlich auch Programme für Notebooks, die sinnvolle unterrichtliche Arbeit ermöglichen, aber die Auswahl an didaktischen Apps ist unübertroffen. Seien es Apps für die Produktion von Büchern, Filmen, Fotos, Musik – einfach und intuitiv bedienbar sind diese Apps für Schüler allemal und damit bleibt für den wichtigen Fachunterricht mehr Zeit.
  5. Wer Fachunterricht digital stützen möchte, ist mit Tablets besser bedient. Will man das Fach Informatik unterrichten, würde ich mit Einschränkungen Notebooks oder feste Computer empfehlen,  für die üblichen Einsätze im Deutsch- oder Mathematikunterricht, im Fach Gesellschaftslehre oder Physik … Es geht hier immer um Lektüre und Recherche, produktive und kreative Arbeit, interaktives Üben, Kollaboration oder die Dokumentation von Unterrichtsinhalten. Hier ist das Tablet die bessere Wahl, weil es flexibler zu nutzen ist.
  6. Tablets ermöglichen einfache, intuitive Multimedia-Produktion. Im Gegensatz zu Notebooks lassen sich die viel mobileren Tablets auch für Film- und Fotoproduktion, Tonaufnahmen an allen gewünschten Orten verwenden, sei es zum Zeitzeugeninterview im Altenwohnhaus oder zum Actiondreh im Sportunterricht. Damit lassen sich unterrichtliche Projekte in schneller und einfacher Form verwirklichen, ohne viel technisches Vorwissen.
  7. Tablets eignen sich inzwischen sehr gut für die Textverarbeitung. Es gibt inzwischen außer gängigen Office-Lösungen zahlreiche auf schulische Vorgehensweisen spezialisierte Apps (z.B. Notability), die gute Textarbeit – handschriftlich und getippt – ermöglichen. Ohne Probleme lassen sich inzwischen auch Tastaturen anbinden, sodass die Argumentation von Christoph Pallaske aus dem Jahr 2012 mir inzwischen nicht mehr recht überzeugend erscheint.
  8. iPads lassen sich zentral pflegen. Im Gegensatz zu Notebooks lassen sich die Apple-Tablets – und bisher nur diese – durch eine zentrale Software auf einen Rutsch verwalten. Der Aufwand für eine solche Verwaltung auf Notebooks scheint mir höher.
  9. Von Tablets lässt sich gut präsentieren. Ob mit dem iPad, einem Android-Tablet oder mit einem Surface: Mit Hilfe kabelloser Empfänger lassen sich alle Schülerergebnisse problemlos von jedem Schülerplatz aus mit dem Beamer präsentieren. Ohne Kabel!
  10. Die Akkulaufzeit von Tablets ist hoch. Wer ein Notebook mit einer einem Tablet vergleichbaren Akkulaufzeit (10 Stunden) kaufen möchte, landet leicht bei Kaufpreisen von über 1000€.

Weitere Argumente für den Einsatz von Tablets bietet der Film zum Mobilen Lernen, der in Kürze im Rhein-Kreis Neuss auch online auf der EDMOND-Plattform verfügbar ist.

Geklaute Ideen und Anregungen für den Einsatz von iPads im Unterricht: Folge 1 – Mathematik

Immer wieder kommt in Fortbildungen die Frage danach auf, wie denn das iPad sinnvoll im Fachunterricht verwendet werden kann. In loser Folge möchte ich auf wichtige Informationen und Seiten im Internet hinweisen, die den Fachunterricht genauer in den Blick nehmen. Da ich selbst die meisten Fächer nicht selbst unterrichte, kann ich so dennoch auf fundierte Arbeiten hinweisen.

Eine gute Übersicht über die wichtigsten Apps für den Mathematikunterricht findet sich auf der auch für andere Fächer hilfreichen Seite iPadatschool.de, die vom Aschaffenburger Lehrer Michael Schäfer zusammengestellt wird. Eine weitere Übersicht vor allem für den Primarbereich gibt der Blog lernsoftware-mathematik, deren Autor allerdings auch verantwortlich für verschiedene kommerzielle Produkte ist.

8788335766Inzwischen gibt es zudem einige gelungene Beispiele für konkreten, kompetenzorientierten Unterricht:

Schön ist sind (für das Programm iBooks) gelungene interaktive Mathematikbücher, die sehr gut im Unterricht verwendet werden können. So zum Beispiel das gut gemachte Buch zum Bruchrechnen des Förderschullehrers Tilo Bödigheimer.

Wer es theoretischer möchte: Die Forschergruppe CERMAT  führt ein aufwändiges Projekt durch, in dem die Frage gestellt wurde, ob die Ziele des Mathematikunterrichts im Vergleich zum Einsatz herkömmlicher Werkzeuge durch Tablets (besser) erreicht werden und entwickelt auch entsprechende Software. Auf der Seite und der dazugehörigen Schulseite werden wesentliche Fragen danach beantwortet. Kurz zusammengefasst findet sich die Zielsetzung dieser Gruppe in diesem Lehrerblog der Universität Wittenberg.

8781754679Auch in zahlreichen Presseartikeln wird in inzwischen über den Einsatz von Tablets speziell im Mathematikunterricht berichtet, ob Schülerinnen und Schüler nun allgemein mit dem iPad rechnen lernen oder ob das Bruchrechnen geübt wird. Sehr nett und aus Schülerperspektive zeigt der Blog einer Tablet-Klasse, wie man mit dem iPad sinnvoll im Mathematikunterricht arbeiten kann.

Das Buch Digitale Medien im Mathematikunterricht der Grundschule von Günther Krauthausen gibt sicher interessante Anregungen.

Eine Einführung in die iPad-Nutzung: iPads für Anfänger

Hält man das allererste Mal ein iPad in der Hand, sind zwar einige der Grundfunktionen ziemlich intuitiv nutzbar, aber nicht alles lässt sich ohne Weiteres erschließen. Ein Teil dieser Fortbildung iPads für Anfänger (Modul 1) wird insofern auch auf die wichtigsten Funktionen in der Nutzung eingehen.

An die Teilnehmer dieser Fortbildung richtet sich diese Blogseite, auf der die wesentlichen Bedienfunktionen noch einmal erläutert werden. Allerdings gibt es im Internet bereits Erklär- und Informationsseiten, sodass hier nur auf einige Übersichten verwiesen werden kann.

In einem gut zusammengefassten Video werden die Grundfunktionen erläutert. Der Vorteil hier ist, dass Aktion des Nutzers und die Reaktion des Gerätes unmittelbar gezeigt werden:


Wer lieber eine schriftliche, dafür aber sehr ausführliche Übersicht hat, dem sei das Nutzerhandbuch von Apple empfohlen, das hier als Download im PDF-Format zu finden ist. Hier werden alle Fragen bis hin zu ausländischen Tastaturen etc. beantwortet. Wichtige Informationen hält auch die Informationsseite der Firma Apple bereit.

Falls Sie sich ein eigenes iPad anschaffen, hilft diese Anleitung bei der Einrichtung weiter.

Sie können die passende Fortbildung auf der Fortbildungsseite des Schulministeriums NRW (Kompetenzteam im Rhein-Kreis Neuss) buchen.

Voraussetzungen für die Fortbildung zur technischen Einrichtung von iPads (Modul 9)

Um von der Schule ausgeliehene iPads für den Unterricht gut vorbereiten und nutzen zu können, empfehlen wir die Verwendung des Programms Apple Configurator, mit dessen Hilfe Sie mehrere iPads verwalten und mit Software versorgen können.

Um das Programm nutzen zu können, benötigen Sie einen iMac oder ein Mac-Book in der Schule, auf dem der Configurator installiert wird. Hat die ITK Rheinland Sie mit Ihren iPads ausgestattet, gehört ein MacBook in der Regel zum Lieferumfang.

Im Vorfeld unserer Fortbildung sollten Sie die folgenden Schritte erledigt haben:

  1. Schritt: Installieren Sie auf dem MacBook/iMac die Software Apple Configurator.
  2. Schritt: Melden Sie sich mit einer schulbezogenen Mailadresse – Sie können für diesen Zweck ein neues Mailkonto erstellen – beim Apple Volume Purchase Program (kurz: VPP) an.

Des weiteren verfügt Ihre Schule (nach Ausstattung durch die ITK) sinnvollerweise über eine kleines schwarzes Kästchen, ein AppleTV, das wir im Rahmen der Fortbildung falls nötig in das WLAN einbinden können sowie über einen etwas größeren weißen Kasten, ein AirPort Extreme.

Ein ausführliche Anleitung zum Volume Purchase Program finden Sie hier. Die Nutzung des Configurators wird im Rahmen der Fortbildung erläutert, weiterführende Hinweise finden Sie auf dieser Seite.

Beachten Sie bitte, dass Sie um die iWorks-Suite (Pages, Keynote, Numbers) und Garageband weiter nutzen zu können, Sie beim Apple-Support kostenlose Codes anfordern müssen. Dazu schicken Sie z.B. die Kopie der letzten Originalrechnung bzw. die Seriennummern der Geräte an den Apple-Support.

Eine wunderbare Anleitung, wie man den Airport Extreme mit iPads benutzt hat dankenswerterweise Ralf Krause erstellt. Er zeigt, wie man auch ohne LAN ein lokales WLAN aufspannt und auf einer lokalen Festplatte speichern kann!

Zudem sollten Sie die Apple-ID Ihres VPP-Accounts (s.o.) angeben.

Das folgende Video erklärt den Umgang mit dem Configurator (engl.):

Regeln für die Nutzung digitaler Endgeräte

Bildschirmfoto 2014-12-05 um 21.33.50Will man sicherstellen, dass Schülerinnen und Schüler sich in der Schule bei der Nutzung digitaler Endgeräte an die Regeln halten, sollte man diese Regeln auch klar machen.

Auf dem Blog „iPads for schools“ gibt es eine schöne bunte Übersicht dazu, die man mit digital Lernenden zur Gesprächs- und Arbeitsgrundlage machen kann. Hier gibt eshttp://it.kultus-bw.de/,Lde/Startseite/IT-Sicherheit/mobile die deutsche Übersetzung:

Rechte und Pflichten – Schule und Schueler

Zur weiteren Bearbeitung

Seit Neuestem gibt es auch Infos beim Kultusministerium Baden-Württemberg mit zahlreichen Vorlagen. Wirklich gut sind aber auch die Österreicher. Auf der Seite schule.at gibt einen wunderbaren Leitfaden „Checkliste Tabletklasse!“ und in diesem Zusammenhang auch einer wunderbar anzupassendes Dokument mit einer „Verhaltensvereinbarung“ zwischen Schülerinnen und Schülern einerseits und Lehrenden andererseits. Absolut praxistauglich!