Filme: kostenlos & legal in der Schule zeigen

Heute morgen sprach mich in der Schule ein Kollege an, der mich fragte, wie man denn jetzt eigentlich an Filme von der „Kreisbildstelle“ (!) kommt. Ich sagte ihm: „Kein Problem, du kannst alle Filme auf deinen Rechner herunterladen und den Schülern zeigen, neu schneiden, vertonen!“ „Jetzt mal im Ernst!“, entgegnete er. Er konnte sein Glück kaum glauben, als ich ihm klar machte, dass das wirklich geht und das dieses Vorgehen auch noch völlig legal ist (anders als so manche Youtube-Vorführung im Unterricht). Seit Neuestem kann man als nordrhein-westfälischer Lehrer sogar den Schülern einen Code zur Verfügung stellen und sie können sich die Filme zu Hause ansehen.

Die Internetseite, die das ermöglicht heißt EDMOND NRW und ist für alle Lehrerinnen und Lehrer des Landes kostenlos verfügbar. Zunächst muss man sich aber über das eigene Medienzentrum einmalig anmelden. Das geht inzwischen ganz komfortabel online. Die Anmeldung wird vom Medienzentrum überprüft. Fertig!

Wer sich anmeldet, bekommt nun ein Suchfenster gezeigt, mit dem er nach vorhandenen Online-Medien, aber auch nach den im Medienzentrum vor Ort vorhandenen Offline-Medien (wie DVDs) suchen kann. Die folgende Übersicht erklärt, wie sich ein so gefundenes Suchergebnis zusammen setzt:

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Gefällt einem ein Medium, kann man es mit einem (dann grün markierten) Stern auf einer vorläufigen Medienliste (oben rechts) sammeln. Wieviele Medien man bisher aufgenommen hat, kann man der steigenden Anzahl in der Medienliste sehen. So lässt sich z.B. eine Auswahl aus Filmen für die kommende Unterrichtssequenz treffen. Anschließend lässt sich durch einen Klick auf die Medienliste eine inhaltlich-fachliche Medienliste (z.B. zum Thema „Nationalismus“) dauerhaft anlegen.

Klassische Medien laufen aus

Bei manchen Medien gibt es allerdings keinen Download, sondern ein Einkaufswagen-Symbol. Diese Medien sind als Hardcopy im Medienzentrum zu entleihen – wenn es denn noch eines gibt. Bei unserem Medienzentrum im Rhein-Kreis Neuss kann man sich die Medien auch liefern lassen. Wer möchte, kann sich – allerdings nur als Lehrer im Kreis Neuss – die Anschaffung von Medien für Edmond wünschen.

Für Schülerinnen und Schüler auch zu Hause verfügbar

Das Beste kommt zum Schluss: Will ich, dass die Schülerinnen und Schüler im Sinne des Flipped-Classroom-Prinzips die Filme bereits vorbereitend gucken, kann ich ihnen jede beliebige Liste per Mausklick auch zum ansehen zu Hause zur Verfügung stellen. Dazu wähle ich oben unter „Konto“ den Link „EDU-ID“ aus und kann dann mit Hilfe des Buttons eine EDU-ID-Liste, z.B. Klasse 7a oder Leistungskurs Geschichte 13 erzeugen. Diese lässt sich noch mit einem Kommentar versehen: „Hier die Filme, die ihr bis zur Klausur gesehen haben solltet!“ 😉 Die danach erzeugten Codes gibt man nun den einzelnen Schülerinnen und Schülern, die sich auf der Edmond-Seite damit anmelden können. 

Wählt man bei den erzeugten IDs die Ausdruckfunktion, geht es noch viel leichter. Es wird automatisch ein QR-Code (inkl. Integrierter EDU-ID) erzeugt, den man den SuS zeigen kann: Code scannen, Medienliste wählen, Film gucken!

Anleitungen Schritt für Schritt zum Nachlesen

Videotutorials zur Edmond-Nutzung

Wer lieber noch einmal filmisch gezeigt bekommt, wie Edmond funktioniert, kann sich die nagelneuen Videotutorials von Georg Weber ansehen. Er zeigt, wie man recherchiert, Medienlisten anlegt, mit Edu-IDs arbeitet usw. 
Zum schnellen Einstieg verleitet auch die Grafik von Marc Seegers (Medienzentrum Viersen). Wenn Sie darauf klicken, werden Sie zu einer vergrößerten, interaktiven Version weitergeleitet:

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Post-its mit QR-Code, Aufgaben, als „Fleißkärtchen“ oder womit auch immer bedrucken

Wenn man weiß, dass man Post-its mit Hilfe seines Druckers mit individuellen Inhalten bedrucken kann, lässt sich diese Funktion für sehr verschiedene Zwecke nutzen.

Individuelle Aufgaben für Gruppen oder einzelne Schülerinnen und Schüler und – was ich besonders cool finde – auch QR-Codes, die man vorher selbst erstellt hat (siehe meinen Eintrag zu QR-Codes) lassen sich so ohne weiteres auf ein Post-it drucken und an der Stelle aufkleben, wo sie hingehören.

Wie drucke ich auf Post-its?

Das Prinzip ist einfach: Ich drucke mir eine Vorlage – wie man sie zum Beispiel hier findet – einmal leer aus, klebe die Post-its auf und jage das beklebte Blatt ein zweites Mal durch den Drucker. Achtung: Die Ausrichtung der Post-its ist dabei wichtig. Wer es genau wissen will, schaut sich einfach dieses Video an:

Meine Verwendungsideen

Ich habe die Post-its bisher für verschiedene Zwecke verwendet.

Beispiel für QR-Code unter der Deutscharbeit
Beispiel für QR-Code unter der Deutscharbeit

So habe ich mehr oder weniger individuelle QR-Code-Links auf die Post-its gedruckt und den Schülerinnen und Schülern jeweils passend unter ihre Deutscharbeiten geklebt. Oder es gab Post-its mit kurzen Zitaten von Romanfiguren, die den Figuren dann zugeordnet werden mussten. Möglich ist es auch einfach einen Arbeitsauftrag oder eine Sprinteraufgabe auf das Post-it zu drucken.

Auch schnelle QR-Code-Verweise auf aktuelle Materialien z.B. auf eine Moodle-Seite oder einen Zeitungsartikel lassen sich so unmittelbar in das Schulbuch oder das Schülerheft kleben. Eine großartige Möglichkeit Online-Lernen und traditionelles Lernen einfach miteinander zu verbinden.

Besonders schön dabei ist natürlich, dass die QR-Quadrate auf die Post-it-Quadrate bestens zu passen scheinen. Ich freue mich auf weitere Ideen in den Kommentaren.

Weiterführende Links

Das Netz in den Unterricht holen mit QR-Codes

QR-Codes lassen sich im Unterricht in verschiedensten Kontexten anwenden. So lassen sich gedruckte Materialien mit QR-Codes versehen, hinter denen sich weiterführende Informationen verbergen können. 

Seien es nun individuelle Zusatzaufgaben für die Schnelleren, vertiefende Aufgaben für schwächere Schüler oder zusätzliche Spiele oder weitere Inhalte. Zudem lassen sich auf diese Weise multimediale Inhalte einbinden, vom Youtube-Film bis zur Slide-Show, von der Learning App bis hin zum Online-Test.

Sämtliche Informationen, die in Textform vorliegen, können natürlich auch in Form eines QR-Codes verpackt werden. So können Arbeitsaufträge als QR-Code formuliert werden. 

Sollen Schülerinnen und Schüler selbst QR-Codes erstellen, lassen sich diese auch vielfältig nutzen, etwa um Arbeitsergebnisse einzureichen oder aber um bei der Portfolio-Arbeit auf digitale Inhalte zu verweisen (z.B. in Verbindung mit dem Online-Portfolio Mahara).

Unterrichtsidee 1

Im Klassenraum wird ein kleines Plakat mit QR-Codes, die auf Online-Nachschlagewerke verweisen, aufgehängt. Muss ein Wort im Duden nachgeschlagen werden, gibt es Probleme mit der Übersetzung eines englischen Wortes ins Deutsche, ist eine Recherche bei Wissen.de oder Wikipedia sinnvoll? Dann können die Schülerinnen und Schüler ihr Smartphone zücken, den entsprechenden Code scannen, das Wort suchen. Fertig!

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Unterrichtsidee 2

Die Bücher in der Klassenbibliothek  werden mit einem QR-Code versehen, hinter dem sich Informationen zum Autor und eine von Schülerinnen oder Schülern erstellte Rezension des Buches befindet.

Unterrichtsidee 3

Sämtliche Aufgaben und Informationen für die Schülerinnen und Schüler werden mit einer Folge von QR-Codes gestellt. Zunächst gibt es einen ersten Code mit dem Arbeitsauftrag, hinter dem zweiten Code verbirgt sich die Information im Netz (z.B. ein Film), der dritte Code beinhaltet eine Sprinteraufgabe für die die schnellen Schülerinnen und Schüler.

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 Software

Gute (und trotzem kostenlose und werbefreie) Software zum Scannen von QR-Codes gibt es für Android– und iPhone.

Code online erstellen…

…geht einfach mit QR-Code-Generator.de oder qrstuff.com.

Auf dem iPad ist auch der Browser iCab Mobile sehr schön, weil man mit diesem von jeder beliebigen Seite, auf der man sich befindet, QR-Codes schnell erstellen kann.

Gute Links zum Einsatz von QR-Codes

Sie können diese Fortbildung in NRW für Ihre Schule buchen beim Kompetenz-Team Neuss.